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Formel 1: "Jahrelang kopiert" - Jacques Villeneuve kritisiert Vettel-Team Aston Martin hart

Ex-Weltmeister zerlegt Vettel-Team

Als wäre Aston Martin mit dem schlechten Saisonstart nicht schon genug bedient, hagelt es auch noch Kritik. Die eines Ex-Weltmeisters fällt besonders harsch aus.
Sebastian Vettel verpasste den Saisonstart der Formel1 in Bahrain coronabedingt. Bereits im ersten Rennen zeigte sich, dass der Aston Martin in dieser Saison kaum konkurrenzfähig ist.
Als wäre Aston Martin mit dem schlechten Saisonstart nicht schon genug bedient, hagelt es auch noch Kritik. Die eines Ex-Weltmeisters fällt besonders harsch aus.

Für Aston Martin kommt es in der neuen Formel-1-Saison bislang knüppeldick. Sebastian Vettel ist mit Corona infiziert und droht auch das zweite Rennen in Saudi-Arabien zu verpassen.

Beim Auftakt in Bahrain blieben Lance Stroll als Zwölfter und Vettel-Ersatz Nico Hülkenberg mit Rang 17 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Keiner von beiden hatte zuvor den ersten Qualifying-Abschnitt überstanden. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Und es deutet auch nicht viel darauf hin, dass das Auto des britischen Rennstalls bald weiter vorne wird mitfahren können.

Jacques Villeneuve überrascht der miserable Saisonstart nicht. „Ihr Auto sieht nicht gut aus. Um ganz vorne mitzumischen, braucht man mehr als Ambitionen und Geld. Die Formel 1 ist ein besonderer Sport“, schrieb der Weltmeister von 1997 in seiner Kolumne beim niederländischen Portal Formule1.nl.

Villeneuve und Schumacher kritisieren Aston Martin

Er stichelte damit klar gegen Teambesitzer Lawrence Stroll. „Es geht nicht nur um Marketing und Branding“, betonte Villeneuve. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Für den Kanadier ist klar, warum der Bolide aktuell nicht konkurrenzfähig ist. „Sie haben Mercedes jahrelang kopiert“, erklärte Villeneuve und meinte, dass es nun so sei, „als wüssten sie nicht mehr, wie man ein Auto designt“.

Am Sonntag hatte auch Ralf Schumacher kein gutes Haar an Aston Martin gelassen. „Das Auto ist - so hört man - eine Katastrophe. Das muss alles können, was man nicht braucht“, sagte der Ex-Formel-1-Pilot im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1 und ergänzte: „Und hinzukommt, dass scheinbar der Teambesitzer (Lawrence Stroll, Anm. d. Red.) mittlerweile auch mit in den Meetings sitzt und sich äußert, wie die Dinge zu laufen haben. Wenn das so ist, dann wird es wirklich sehr kompliziert.“

Es wartet also viel Arbeit auf Vettels Team. Eine schnelle Besserung beim Rennen in Jeddah ist vermutlich nicht zu erwarten. (Formel 1: Großer Preis in Saudi-Arabien am Sonntag ab 19 Uhr im LIVETICKER)

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