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Formel 1: So viel zahlen Mercedes, Red Bull, Ferrari und Co. an Startgeld

Mercedes muss blechen

Für ihre Teilnahme an der Formel-1-WM müssen die Teams Geld zahlen. SPORT1 erklärt, wie hoch die Startgebühr der Rennställe ist und wie sie zustandekommt.
Bei den Testfahrten der Formel 1 in Bahrain konnte Mercedes nicht mit der Spitze mithalten. Nun äußert sich Lewis Hamilton zur Situation.
Für ihre Teilnahme an der Formel-1-WM müssen die Teams Geld zahlen. SPORT1 erklärt, wie hoch die Startgebühr der Rennställe ist und wie sie zustandekommt.

Die Formel 1 ist ein Milliardengeschäft. Rennstrecken, TV-Anstalten und Sponsoren zahlen Millionenbeträge, um dabei sein zu dürfen in der Königsklasse des Motorsports.

Doch das gilt auch für die Teams selbst! Pikant: Die Top-Mannschaften werden bei der Startgebühr für ihren Erfolg im Vorjahr sogar bestraft. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Hintergrund: Für die Teilnahme an der Formel-1-WM müssen Red Bull, Ferrari und Co. an die FIA eine Antrittsgebühr zahlen. Das Startgeld setzt sich aus zwei Posten zusammen – einer Grundgebühr, die für alle Teams gleich ist und in diesem Jahr 577.278 US-Dollar beträgt.

Startgeld wird nach WM-Punkten berechnet

Doch dabei bleibt es nicht. Wer im Vorjahr erfolgreich war, muss mehr Geld berappen. Pro in der Saison 2021 gesammeltem WM-Punkt werden 5770 US-Dollar fällig.

Als Konstrukteurs-Weltmeister muss Mercedes muss sogar noch mal extra zahlen – pro Punkt sind es für das Team des deutschen Autobauers 6926 US-Dollar.

Damit beträgt die Einschreibegebühr für Mercedes in der Summe 4.482.898 US-Dollar – oder umgerechnet 4,08 Millionen Euro.

Red Bull auf Rang zwei der Konstrukteurs-WM 2020 muss 3.955.613 US-Dollar entrichten. Mit 2.443.873 Dollar spart Ferrari auf WM-Rang drei fast die Hälfte der Mercedes-Gebühr. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Team Haas zahlt am wenigsten

Am wenigsten zahlt Mick Schumachers Team Haas. Das US-Team blieb 2021 punktlos und muss deshalb nur die Grundgebühr an die FIA überweisen.

Gut für Schumi jr.: Seine Mannschaft, die nach der Trennung vom russischen Sponsor Uralkali auf geschätzte 40 Millionen Dollar Sponsoreinnahmen verzichten muss, kann sein Budget fast ausschließlich in den Betrieb des Teams und die Weiterentwicklung des Autos stecken.

Grundsätzlich ist das System durchaus fair. Wer am erfolgreichsten ist, partizipiert am meisten an den TV- und Sponsoreinnahmen der Formel 1 und hat ergo auch am meisten Geld.

Teams, die sich am unteren Ende der Tabelle wiederfinden, kämpfen ohnehin meist mit dem Budget, das in diesem Jahr auf 142 Millionen Dollar gedeckelt ist. Es ist nur gerecht, dass sie weniger zahlen als die Spitzen-Mannschaften. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

AlphaTauri im Pech

Doch das System hat auch seine Schwächen. Wenn jeder WM-Punkt Geld kostet, wäre es billiger, aufs Punktesammeln zu verzichten.

Red Bulls B-Team AlphaTauri hat in diesem Sinne schon zum zweiten Mal in Folge Pech. Die Mannschaft von Teamchef Franz Tost hat auf WM-Rang sechs ganze 65 Punkte mehr als Aston Martin auf Platz sieben. Das sind rund 300.000 Euro, die den Italienern keinen Mehrwert gebracht haben.

Schon 2021 hatte AlphaTauri auf Rang sieben der Konstrukteurs-WM 99 Punkte mehr als Verfolger Alfa Romeo. Alleine der Sieg von Pierre Gasly in Monza kostete damals 142.275 US-Dollar für die dadurch erhaltenen 25 Punkte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Die Startgebühr der F1-Teams im Überblick:

Mercedes (613,5 WM-Punkte 2021): 4.249.101 (Betrag für WM-Punkte in US-Dollar)/4.826.379 (Gesamtbetrag in US-Dollar)

Red Bull (585,5): 3.378.335/3.955.613

Ferrari (323,5): 1.866.595/2.443.873

McLaren (275): 1.586.750/2.164.028

Alpine (155): 894.350/1.471.628

AlphaTauri (142): 819.340/1.396.618

Aston Martin (77): 444.290/1.021.568

Williams (23): 132.710/709.988

Alfa Romeo (13): 75.010/652.288

Haas (0): 0/577.278

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