Max Verstappen erlebt einen Fehlstart in die Saison. Der Weltmeister ist beim Grand Prix von Australien zum zweiten Mal im dritten Rennen aufgrund technischer Probleme ausgeschieden.
Formel 1: Nachtritt gegen Vettel? Die Pressestimmen zum Rennen in Australien
Verdeckter Nachtritt gegen Vettel?
Red Bull bekommt deshalb von der internationalen Presse mächtig Gegenwind.
Dagegen wird Charles Leclerc nach seinem zweiten Saisonsieg teilweise hymnisch gefeiert, speziell in der Ferrari-Heimat Italien. „Der Pilot, der die Versprechen hält“ jubelte etwa La Stampa - was wie ein verdeckter Nachtritt auf den bei Ferrari weniger erfolgreichen Sebastian Vettel wirkte.
SPORT1 zeigt die Pressestimmen.
ITALIEN
Gazzetta dello Sport: „Leclerc ist in Australien der fliegende Prinz. Jetzt blickt Ferrari nach Imola. Die Spannung vor dem Heimrennen könnte nach dem Triumph Leclercs in Australien nicht größer sein. Das ist kein Traum mehr.“
Corriere dello Sport: „Leclerc siegt in Melbourne und schafft Leere um sich. Ferrari ist einfach perfekt. Wir sind in eine neue Dimension gelangt, wir hatten lange von den Jahren Schumachers geträumt. Jetzt hat Ferrari wieder die richtige Kombination aus schnellem Boliden und starken Piloten. Das Beste steht noch vor uns.“
La Stampa: „Leclerc ist der globale Champion. Der Pilot, der die Versprechen hält. Er ist Ferraris Hoffnungsträger nach vielen dunklen Jahren. Ferrari ist jetzt das Team, das man besiegen muss, wie man es seit Schumis Zeiten nicht mehr sah.“
Tuttosport: „Karl der Große! Phänomenaler Leclerc in Australien. Dass der F1-75 sehr schnell und vielseitig ist, ist eine Tatsache. Doch nicht einmal das Ferrari-Team hätte mit einem derart großartigen Sieg gerechnet.“
Corriere della Sera: „Leclerc hat ein Auto, das so stark ist, dass es fast unwirklich scheint. Er schafft ein einsames Rennen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
La Repubblica: „Der Schöne und das Biest: Leclerc siegt in Melbourne mit einem fantastischen Ferrari. In Melbourne ist der kleine Prinz Leclerc mit seinem wunderbaren Boliden ein König geworden.“
NIEDERLANDE
De Telegraaf: „Drei Rennen sind gefahren, und der Glaube an den erneuten Titelgewinn ist auf den Nullpunkt gesunken. Max Verstappen denkt bereits nicht mehr an den Gewinn der Weltmeisterschaft. Der größte Optimist wird sagen, dass noch 20 Rennen vor uns liegen, aber es ist utopisch zu glauben, dass Red Bull alle Probleme sofort lösen kann.“
ENGLAND
Guardian: „Gebieterisch und unerreichbar gewinnt Charles Leclerc den Grand Prix in Australien mit geradezu unbeschwerter Gelassenheit. Seine ruhige Zuversicht stand in klarem Kontrast zur dunklen Stimmung die bei Red Bull aufkommt. Max Verstappens Titelhoffnungen verschwanden erstmal in einer Rauchwolke, die aus seinem Auto aufstieg.“
Telegraph: „Der Zauberer von Oz: Charles Leclerc liefert eine beeindruckende Leistung in Australien, Ferrari hat vom Start bis ins Ziel keine Probleme. Für Max Verstappen wird das Rennen zum Albtraum.“
FRANKREICH
L‘Equipe: „Der unbekümmerte Leclerc ist schon jetzt ein starker Kandidat für den Titel. Nervosität indes bei Red Bull, bei Verstappens Team wird es langsam spannend.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
SCHWEIZ
Blick: „Klare Sache im WM-Königsduell der Formel 1: Charles Leclerc im Ferrari ist der schnellste Fahrer in Melbourne! Nur die Safety-Car-Phasen bringen die Konkurrenz wieder an den Monegassen heran. Es zeigt sich auch: Wenn Ferrari und Red Bull nicht zuverlässiger werden, steht Mercedes mit seiner Zuverlässigkeit bereit.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)
Neue Zürcher Zeitung: „Es gibt eine Parallele, aber auch einen großen Unterschied zwischen den beiden Siegen von Leclerc in Bahrain und Australien. Wie beim Saisonstart rollte Max Verstappen im Red Bull auch in Melbourne mit einem technischen Defekt aus. Allerdings wäre Leclercs Triumph dieses Mal auch sonst kaum gefährdet gewesen.“
SPANIEN
Marca: „Leclerc zieht auf und davon. Der Ferrari ist aktuell für die Red Bulls unerreichbar. Die Scuderia ist das Team der Stunde, jetzt muss sie dieses Level bestätigen. Note 6 für Red Bull.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
As: „Charles Leclerc braucht keine Hilfe, um zu Beginn der WM alles in Grund und Boden zu fahren. Er musste kein einziges Mal in den Rückspiegel schauen.“
El Mundo Deportivo: „Leclerc wächst über sich hinaus, Verstappen geht unter. Irgendetwas stimmt mit dem Red-Bull-Motor nicht. Leclerc bastelt jetzt schon an der Figur des zukünftigen Weltmeisters.“