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"Hamilton bestohlen"? Mega-Wirbel um Fake-Zündstoff-Aussagen - folgen rechtliche Schritte?

F1: Mega-Wirbel um Fake-Attacke

Nach dem F1-Aus poltert Nyck de Vries angeblich gegen Red Bull. Doch das Nachtreten des Niederländers ist fake, wie sein Manager SPORT1 bestätigt.
Helmut Marko spricht erstmals ausführlich über das Aus von Nyck de Vries und den Wechsel zu Daniel Ricciardo, geht dabei außerdem hart mit dem Niederländer ins Gericht. Weiter bekennt er sich zum zuletzt stark kritisierten Sergio Pérez.
Nach dem F1-Aus poltert Nyck de Vries angeblich gegen Red Bull. Doch das Nachtreten des Niederländers ist fake, wie sein Manager SPORT1 bestätigt.

Red Bull kann gnadenlos sein: Nach nur zehn Rennen wird Nyck de Vries bei AlphaTauri vor die Tür gesetzt und schon beim Ungarn-GP kommendes Wochenende durch Daniel Ricciardo ersetzt.

Red Bulls Motorsportboss Helmut Marko geht im Anschluss an die Entlassung hart mit den Leistungen des Niederländers ins Gericht.

So weit, so normal im Kosmos des Energy-Drink-Giganten: Nur wenig später taucht in den Medien allerdings ein knallharter Konter des geschassten Formel-1-Stars auf: „Ich bin enttäuscht, aber nicht überrascht von der Art und Weise. Sie haben schon Lewis Hamilton damals den achten Titel gestohlen“, wird de Vries dabei in Anspielung auf das kontroverse WM-Finale 2021 zitiert.

Ein vermeintlich übles Nachtreten gegen seinen Ex-Arbeitgeber Red Bull. Diese hätten ihm außerdem schon das zweite Cockpit anstelle von Sergio Pérez für 2025 versprochen, wie de Vries behauptet – angeblich gegenüber italienischen Medien: Die Story produziert Schlagzeilen, diverse deutschsprachige Medien veröffentlichen sie.

Formel 1: „Die News sind fake und eine Diffamierung.“

Allein: Ein derartiger Beitrag lässt sich im Original nirgendwo finden, SPORT1-Recherchen ergeben vielmehr: De Vries hat ein solches Interview nie gegeben, die Aussagen sind frei erfunden.

Das Management von de Vries bestätigt auf SPORT1-Anfrage: „Nyck hat seit der Nachricht von Red Bull mit absolut niemandem gesprochen, auch nicht mit irgendwelchen italienischen Medien. Die News sind fake und eine Diffamierung.“

Und weiter: „Offenbar wollte sich da jemand profilieren, wir behalten uns jedenfalls weitere rechtliche Schritte vor“, erklärt Manager Gulliaume Le Goff und verrät: „Es wird im Laufe dieser Woche noch ein offizielles Statement von Nyck geben, aber bis dahin müssen wir noch ein paar Dinge aussortieren.“

Fest steht indes: Einfache Tage sind es für seinen Schützling derzeit nicht, denn auch ohne schlechte Presse droht ihm in der Formel 1 sportlich der Karriereknick. Zuletzt hatten sich dahingehend sogar zwei deutsche F1-Legenden besorgt zu Wort gemeldet: Während Sebastian Vettel die Entlassung als „hart“ und „brutal“ bezeichnete, stufte Sky-Experte Ralf Schumacher sie sogar als „absolutes Todesurteil“ für die weiteren Formel-1-Ambitionen des Niederländers ein.

Kein Wunder ist vor diesem Hintergrund hingegen, dass de Vries nach seinem Aus im Red-Bull-Universum nun offenbar wieder die Nähe zu Mercedes sucht, für die er 2021 nicht nur Formel-E-Weltmeister wurde, sondern vor seinem Wechsel zu AlphaTauri auch Testfahrer war – ein Job, den mittlerweile Mick Schumacher ausfüllt.

Dass de Vries‘ Reise dennoch zurück in Richtung seines ehemaligen Rennstalls gehen könnte, zeigen dieser Tage Bilder aus Monte Carlo: Dort wurde der 28-Jährige kurz nach seinem unfreiwilligen AlphaTauri-Abgang mit keinem Geringerem beim Kaffee gesichtet als Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff.