Max Verstappen ist für Red Bull Racing längst mehr als nur der schnellste Fahrer im Feld. Das macht Helmut Marko nach seinem Abschied als Motorsport-Chefberater bei den Roten Bullen nun unmissverständlich klar. Der langjährige Red-Bull-Motorsportchef zeichnet das Bild eines Fahrers, der sportlich wie menschlich gereift ist – und inzwischen selbst Führung übernimmt.
Marko berichtet: So lief der Abschied von Verstappen
So lief Markos Verstappen-Abschied
„Max ist inzwischen zu so einer Persönlichkeit geworden, der braucht keine Ratschläge mehr - er führt eher schon ein Team“, sagt Marko im Gespräch mit SPORT1.
Marko sieht Red Bull bei Verstappen in guten Händen
Nach dem Umbruch bei Red Bull habe sich die Mannschaft stabilisiert: „Das Team hat sich nach der Sommerpause, nach der Verabschiedung von Horner, sehr gut entwickelt. Ich sehe alles in guten Händen.“
Für Marko selbst beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.
„Ich genieße allein schon den Gedanken, dass ich nicht im Februar nach Australien fliegen muss“, sagt der Österreicher mit einem Schmunzeln.
Ganz loslassen will er aber nicht: „Ich richte mir das jetzt fernsehmäßig so ein, dass ich alle Informationen habe, die ich gewohnt bin – denn ohne Sektorzeiten und solche Dinge ist ein Rennen schwer zu lesen.“
Das lief beim Abschied von Verstappen schief
Als Marko Verstappen über seinen Rückzug informierte, lief indes nicht alles nach Plan. „Es war ein Abendessen in Dubai vereinbart, da wollte ich es ihm mitteilen“, erzählt Marko.
Doch dann kam es anders: „Dann gab es aber ein Problem mit seinem Flugzeug, und ich konnte es ihm nicht persönlich sagen. Ich habe ihn aber am nächsten Tag angerufen und es erklärt.“
Das Gespräch sei ruhig und sachlich gewesen. „Wir haben rückblickend gesprochen, nicht nostalgisch“, sagt Marko und ergänzt: „Was wir erreicht haben, hätte sich keiner vorstellen können.“
Große Zukunft für Verstappen
Für den viermaligen Champion sieht Marko weiterhin eine große Zukunft. „Für Max geht es weiter. Ich sehe noch kein Ende seiner Fähigkeiten, seines unglaublichen Fahrkönnens und seines technischen Gespürs“, sagt er.
Entscheidend sei nur eines: „Wenn das nötige Auto zur Verfügung steht, wird er noch einige WM-Titel einfahren.“
Dabei habe sich der Niederländer auch abseits der Strecke stark verändert. „Max ist inzwischen Vater, hat Katzen, Hunde, ein ausgeglichenes Leben“, beschreibt Marko den Menschen hinter dem Helm.
Sportlich ordnet er ihn ganz oben ein: „Er ist ganz klar einer der ganz Großen im Motorsport – wenn nicht der Größte.“
Gerade diese Entwicklung mache Markos Rückzug logisch.
„Er hat sich so entwickelt, dass er keine Führung mehr braucht“, sagt er. „Es wäre vermessen, wenn ich da noch etwas anbringen würde. In diesem Sinne ist es eine gute Lösung.“