Formel 1>

Teamchef schlägt Alarm: Red Bull weiter in der Krise

Schrillende Alarmglocken bei Red Bull

Nach drei Rennen in der neuen F1-Saison ist Red Bull nur noch dritte Kraft. Teamchef Mekies findet deutliche Worte.
Formula 1Japanese Grand Prix 2026 Pierre Gasly (BWT Alpine F1 Team, 10) and Max Verstappen (Oracle Red Bull Racing, 03) battling in the last corner at the Japanese GP 2026 29 03 2026
Formula 1Japanese Grand Prix 2026 Pierre Gasly (BWT Alpine F1 Team, 10) and Max Verstappen (Oracle Red Bull Racing, 03) battling in the last corner at the Japanese GP 2026 29 03 2026
© IMAGO/Gregoire Truchet
Nach drei Rennen in der neuen F1-Saison ist Red Bull nur noch dritte Kraft. Teamchef Mekies findet deutliche Worte.

Red Bull erlebt in der neuen Formel-1-Ära einen Fehlstart. Beim Großen Preis von Japan kam Weltmeister Max Verstappen nicht über Rang acht hinaus, Teamkollege Isack Hadjar wurde Zwölfter.

Teamchef Laurent Mekies fand danach klare Worte: „Es gibt heute nichts, worüber man glücklich sein kann.“

Red Bull verzweifelt – Mercedes enteilt

Während die Bullen um Balance und Fahrzeugcharakteristik ringen, zieht Mercedes an der Spitze einsam seine Kreise. Rookie Kimi Antonelli gewann in Suzuka sein zweites Rennen in Folge und bescherte den Silberpfeilen den dritten Sieg im dritten Saisonlauf. Bereits in Melbourne hatte Mercedes triumphiert.

Die 2026 eingeführten Regeln mit kleineren, leichteren Autos und einer nahezu 50:50-Aufteilung zwischen Verbrenner- und Elektroanteil kommen den Schwaben bislang entgegen. Red Bull dagegen liegt laut Mekies „eine Sekunde“ hinter Mercedes zurück. Schon vor Suzuka sprach er von „erheblichen Defiziten“.

Auto bereitet Kopfzerbrechen

Dabei scheint die neue, gemeinsam mit Ford entwickelte Power Unit nicht das Kernproblem zu sein. Vielmehr tut sich der RB22 schwer. „Wir sind eine entfernte Kraft, das ist die Realität“, sagte Mekies. In Melbourne habe man die McLaren noch in Reichweite gesehen, in China sei der Abstand gewachsen. „Hier sah es am Freitag und Samstag überhaupt nicht gut aus.“

Besonders alarmierend: Anders als in vergangenen Jahren gelingt es Red Bull derzeit nicht, zwischen Training und Qualifying entscheidende Performance freizusetzen. „Es ist eine Kombination aus grundsätzlicher Performance und der Tatsache, dass wir nicht genug aus dem Paket herausholen“, erklärte Mekies. Man ringe mit komplexen Limitierungen des Autos.

Viel Arbeit in der Zwangspause

Nach der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien geht die Formel 1 in eine vierwöchige Pause. Für Red Bull ist das laut Teamchef „definitiv ein Nachteil“, weil wertvolle Streckenkilometer fehlen, um Auto und Antriebseinheit besser zu verstehen. Dennoch betont Mekies, er habe „volles Vertrauen“, die Probleme wie schon in der vergangenen Saison mit gezielten Updates in den Griff zu bekommen.

Jetzt für den Motorsport-Newsletter anmelden und keine News mehr verpassen! Alle Infos zu Formel 1, MotoGP und mehr direkt in dein Postfach