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Formel 1: Bitteres Russell-Aus! Nun droht eine Strafe

Nach bitterem Aus: Strafe für Russell

George Russell scheidet beim Großen Preis von Montreal früh aus. Für den Mercedes-Star ist es ein herber Rückschlag nach einem bisher perfekten Wochenende.
Kimi Antonelli gewinnt nach einem Defekt seines Teamkollegen auch den Großen Preis von Kanada. Seine Führung in der Fahrerwertung baut der Italiener damit weiter aus.
George Russell scheidet beim Großen Preis von Montreal früh aus. Für den Mercedes-Star ist es ein herber Rückschlag nach einem bisher perfekten Wochenende.

Was für ein bitterer Moment für George Russell in der Formel 1! Der Große Preis von Montreal ist für den Mercedes-Piloten nach 30 Runden beendet. Nach einem Defekt kam er in Kurve acht weit raus und musste seinen Boliden kurz darauf am Streckenrand abstellen. Für den Briten ist es ein enormer Rückschlag im Kampf um die WM.

„Das Auto hat sich ausgeschaltet, wir kennen aber nicht die genaue Ursache. Er hatte keinen Antrieb mehr und es hat nichts mehr funktioniert, daher musste er das Auto abstellen“, sagte Kommunikationschef Bradley Lord bei Sky.

Schwer frustriert feuerte der Pechvogel seine Handschuhe in den Reifenstapel und entsorgte auch seine Kopfstütze regelwidrig auf der Strecke. Den F1-Stewards war dieses Verhalten allerdings ein Dorn im Auge. Die Rennkommissare verhängten eine Strafe gegen den 28-Jährigen. Sie sahen in Russells Wurf seiner Kopfstütze eine „unsichere Handlung“, was sie als Vergehen gegen den internationalen Sportkodex werteten.

Russell auf Bewährung

Russell erhielt eine Geldstrafe von 5.000 Euro, welche aber bis auf Weiteres ausgesetzt ist. Nur falls der aktuelle WM-Zweite noch einmal ein ähnliches Vergehen begeht, wird er diese Summe auch begleichen müssen.

Diese Strafe dürfte der Engländer deutlich leichter verkraften als die wichtigen Punkte, die ihm am Sonntag in Montreal durch seinen Ausfall entgangen sind.

„Mir fehlen ein wenig die Worte. Ich kann gerade nicht mehr sagen“, zeigte sich Russell noch während des laufenden Rennens niedergeschlagen: „Es fühlt sich so an, als hätte ich nicht mehr machen können an diesem Wochenende. Klar, ich bin jetzt nicht zufrieden, sondern ziemlich frustriert, mit dem was passiert ist, aber was kann ich machen?“

Russell hatte perfektes Wochenende

Bisher hatte Russell auf ein perfektes Rennwochenende in Kanada zurückblicken dürfen. Sowohl im Sprint-Qualifying und im Qualifying hatte sich der WM-Zweite die Pole Position gesichert und das Sprintrennen am Samstag gewonnen.

Auch im Rennen am Sonntag lag Russell bis zu seinem Ausscheiden in Führung und hoffte somit auf ein weiteres Ausrufezeichen im Kampf um die Führung in der Fahrerwertung. Teamkollege Kimi Antonelli hatte zuletzt drei Hauptrennen in Serie gewonnen, während Russell seit dem Saisonauftakt auf einen Sieg wartet.

Hitzige Duelle im Team Mercedes

Nach dem Aus von Russell fuhr Antonelli ungebremst seinem vierten Sieg in Serie entgegen, in der Fahrerwertung liegt er nun bereits mit 43 Punkten in Führung.

Beide Mercedes-Stars hatten sich bereits im Sprint hitzige Duelle geliefert. Antonelli beschwerte sich am Funk, Teamchef Toto Wolff musste ein Machtwort sprechen.

Am Sonntag setzte sich der interne Kampf aber weiter fort, es kam zu einigen Überholmanövern. In Runde 25 gingen Russell und Antonelli sogar Seite an Seite durch eine Passage der Strecke, wobei Antonelli leicht von der Strecke abkam. Der Italiener setzte sich kurzzeitig an die Spitze, musste die Position nach Aufforderung des Teams aber wieder abgeben.

„Es war großartig, ich habe es geliebt“, sagte Russell über die Duelle im Rennen. „Wir haben uns nicht berührt. Es war hart und eng, darum geht es ja beim Rennenfahren. Es wäre schön gewesen, wenn es noch 30 Runden so weiter gegangen wäre.“

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