Die Formel 1 zieht die Notbremse: Beim anstehenden Rennen in Monaco wird der neue Active-Aero-Geradenmodus der 2026er-Autos, also die aktive Aerodynamik, nicht eingesetzt. Auf dem Straßenkurs sind laut Streckenkarte aus Sicherheitsgründen keine Aktivierungszonen vorgesehen.
Formel 1: Neue Regel für Monaco gestrichen
Neue Regel für Monaco gestrichen
Der Hintergrund: Mit dem „Straight-Line-Mode“ werden Front- und Heckflügel flacher gestellt, um den Luftwiderstand zu senken. Danach geht es zurück in die High-Downforce-Stellung für Kurven.
Die FIA will den Modus aber nur dort zulassen, wo die Autos nicht am Grip-Limit arbeiten, also weder in Querbelastung noch in sensiblen Brems- und Traktionsphasen. In Monaco kommt erschwerend eine Mindestdauer von mehr als drei Sekunden pro Zone hinzu – auch dieses Kriterium soll der Kurs nicht erfüllen.
Formel 1: Wer profitiert in Monaco?
So fahren die Teams 2026 in Monte Carlo mit fixen Aero-Flächen und ohne Geradenmodus – und anders als im Vorjahr auch ohne DRS. Damit wird Monaco zum einzigartigen Setup-Puzzle: Anstelle von Effizienz zählt maximaler Abtrieb auf einer Strecke, auf der Überholen praktisch nur nach Fehlern möglich ist.
Sportlich bekommt das Ganze Sprengkraft: Mercedes dominierte die ersten fünf Saisonrennen komplett. Vier Siege holte Kimi Antonelli, einen George Russell. In Montreal brachte das Team ein Upgrade-Paket, das unter anderem auf mehr Abtrieb zielte – ein Pluspunkt für enge Stadtkurse. Gleichzeitig gilt Monaco „auf dem Papier” als Ferrari-Terrain: Der SF-26 wird in langsamen und mittelschnellen Kurven sowohl beim Chassis als auch bei der Aerodynamik hoch eingeschätzt.
Es bleibt spannend, wer gezielt Ressourcen in Monaco investiert. Lösungen wie Ferraris „Macarena“-Heckflügel helfen im Geradenmodus – doch der fällt weg. Teams wie McLaren werden deshalb vermutlich schlicht die abtriebsstärkste Kombination aus dem Teile-Regal montieren, während andere womöglich doch auf Monaco-Spezialteile setzen, um für eine große Überraschung zu sorgen.