George Russell blamiert sich – Ralf Schumacher reagiert entsetzt
Erst schimpfte George Russell über sein Team, dann unterläuft ihm selbst ein folgenschwerer Fehler. Experte Ralf Schumacher reagierte am Mikrofon mit deutlichen Worten.
Erst die große Wut, dann der eigene Patzer! George Russell hat sich beim Großen Preis von Sao Paulo einen folgenschweren Fauxpas geleistet. Ausgerechnet der Mercedes-Pilot, der am Samstag noch heftig über sein Team geschimpft hatte, sorgte am Sonntag mit einem Dreher am Boxenausgang für Aufsehen – und brachte Sky-Experte Ralf Schumacher ordentlich gegen sich auf.
In der 15. Runde wechselte Russell von Intermediates auf Trockenreifen. Doch beim Herausfahren aus der Boxengasse verlor der Brite auf dem noch feuchten Asphalt die Kontrolle über seinen Mercedes. Sein Bolide drehte sich, einen Einschlag konnte er gerade noch verhindern. Russell stand plötzlich entgegen der Fahrtrichtung und musste sowohl Isack Hadjar als auch Oscar Piastri passieren lassen.
Ein kostspieliger Fehler, der Schumacher fassungslos zurückließ. „Nein, nein, nein, was macht er denn da?“, rief der ehemalige Formel-1-Pilot. Kurz darauf legte er nach: „Mein Gott, ist das peinlich.“ Auch Kommentator Sascha Roos fand ein knallhartes Urteil: „Wenn er den Murks nicht gebaut hätte, dann wäre er auf dem Podium – und zwar sicher.“ Solche Dinge dürften nicht passieren, wenn „du den Anspruch hast, Nr.1- Fahrer zu sein“.
Russell teilt heftig gegen sein Team aus
Besonders pikant: Noch am Vortag hatte Russell kein gutes Wort für sein Team übrig gehabt. Im verregneten Qualifying war der 28-Jährige auf einer vielversprechenden schnellen Runde unterwegs gewesen, als sein Mercedes-Team ihn anwies, Tempo herauszunehmen. Russell sollte Abstand zum vorausfahrenden Alexander Albon gewinnen, um anschließend einen neuen Versuch zu starten.
Doch der Regen wurde stärker. Eine weitere Verbesserung war nicht mehr möglich, Russell musste sich mit Platz zwei hinter Lando Norris begnügen. Am Funk machte er seinem Ärger über die Entscheidung lautstark Luft. „Alter, du hast mir gesagt, ich soll abbrechen. Was zum Teufel?“, rief er Teamchef Toto Wolff entgegen.
„Gestern noch so eine Klappe dem Team gegenüber gehabt“, kommentierte Schumacher deshalb den Dreher am Sonntag. Die Botschaft des Sky-Experten war unmissverständlich: Bevor Russell die Fehler bei anderen sucht, sollte er zunächst seine eigene Leistung hinterfragen.
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Für den Briten setzte sich derweil ein schwieriges Wochenende fort. Wegen einer Motorenstrafe war er trotz seines zweiten Platzes im Qualifying nur von Startposition sieben ins Rennen gegangen. Der Patzer beim Reifenwechsel kostete ihn nun weitere wertvolle Positionen. Letztlich landete er auf dem vierten Rang.