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Ski-Star brilliert als Leichtathletin

Ski-Star brilliert als Leichtathletin

Langlauf-Königin Therese Johaug schafft eine persönliche Bestzeit über 10.000 m. Ein zukünftiger Start der Norwegerin bei der Leichtathletik-WM ist denkbar.
Therese Johaug ist auch als Leichtathletin verblüffend gut
Therese Johaug ist auch als Leichtathletin verblüffend gut
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
am 10. Mai

Langlauf-Königin Therese Johaug hat erneut als Leichtathletin brilliert und ihre Bestzeit nochmal deutlich nach oben geschraubt - die angepeilte Olympia-Norm über 10.000 m aber verpasst.

Die viermalige Weltmeisterin von Oberstdorf lief zwar um mehr als sieben Sekunden an der erhofften Zeit von 31:25 Minuten vorbei, aber unterbot ihren persönlichen Rekord in 31:32,88 Minuten um fast acht Sekunden.

"In der Rennmitte ist es ein bisschen zu schwer geworden", sagte Johaug nach dem Rennen im berühmten Osloer Bislett-Stadion. Mit der neuen persönlichen Bestzeit sei sie aber "sehr zufrieden" und auf den Lauf "unglaublich stolz".

Zum Vergleich: Bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro wäre Johaug mit ihrer Zeit auf Platz 15 in der 10.000-m-Konkurrenz gelandet. Der deutsche Rekord, im Februar aufgestellt von Vorzeigelangläuferin Konstanze Klosterhalfen bei ihrer Premiere in der Disziplin, liegt bei 31:01,71. Bis zum Jahr 1983 wäre Johaugs Zeit Weltrekord gewesen - der aktuelle liegt bei 29:17,45, aufgestellt in Rio von Siegerin Almaz Ayana (und von Doping-Skepsis begleitet).

Johaug kann sich Start bei Leichtathletik-WM vorstellen

Einen Start in Tokio hätte sie auch bei unterbotener Norm nicht in Erwägung gezogen, ergänzte die 32-Jährige. "Mein Ziel sind die Winterspiele in Peking, ich mache das nur aus Motivationsgründen", sagte sie.

Sollte es 2022 mit der ihr noch fehlenden Einzelgoldmedaille im Langlauf klappen, könne sie sich danach aber einen Start bei einer Leichtathletik-EM oder -WM durchaus vorstellen, ergänzte Johaug.

"Das wäre cool. Ich habe das Gefühl, dass ich das drauf habe", meinte sie. Technisch müsse sie sich aber noch verbessern.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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