Corona bremst Kondom-Absatz

Corona bremst Kondom-Absatz

Der Absatz von Kondomen ist vor den Olympischen Spielen in Tokio nicht so hoch wie erwartet. Manche Exemplare dürfen auch nicht mehr verteilt werden.
Die Olympischen Spiele von Tokio rücken immer näher
Die Olympischen Spiele von Tokio rücken immer näher
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SID
von SID
am 17. Juni

Die Zeiten für japanische Kondom-Hersteller sind rund fünf Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) nicht so rosig wie erhofft.

Durch das Einreiseverbot für ausländische Zuschauer und die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen ist der Absatz von Kondomen geringer als üblich. Außerdem dürfen die ultradünnen Modelle (0,01 mm) aus Polyurethan, die japanische Firmen entwickelt haben, nicht mehr verteilt werden. 

So sieht das Regelwerk für Athleten beispielsweise vor, dass unnötige Formen des Körperkontakts zu vermeiden seien. "Die verteilten Kondome sind nicht dazu gedacht, im Olympischen Dorf benutzt zu werden", sagte das Organisationskomitee der französischen Nachrichtenagentur AFP. Die Athleten sollen die Kondome mit in ihre Heimat nehmen und dort das Bewusstsein für HIV/AIDS stärken. 

2018 hatte der führende Kondomhersteller Sagami Rubber Industries extra eine neue Fabrik in Malaysia eröffnet, um den erwarteten Anstieg der Nachfrage decken zu können.

Angeblich werden dieses Jahr trotzdem rund 160.000 Stück verteilt. Seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul werden großflächig Kondome an Athleten und Zuschauer verteilt.

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