Rassismus-Eklat bei deutschem Spiel

Rassismus-Eklat bei deutschem Spiel

Das deutsche Olympia-Team verlässt beim Test gegen Honduras den Platz, weil Jordan Torunarigha rassistisch beleidigt wird.
Rassismus-Eklat bei der Partie des deutschen Olympia-Teams! Das Testspiel gegen Honduras musste fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 1:1 abgebrochen werden.
Rassismus-Eklat bei deutschem Spiel
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. SPORT1
von SPORT1
am 17. Juli

Rassismus-Eklat bei der Partie des deutschen Olympia-Teams!

Das Testspiel gegen Honduras musste fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 1:1 abgebrochen werden.

"Nachdem unser Spieler Jordan Torunarigha rassistisch beleidigt wurde, hat die deutsche Mannschaft gemeinsam das Feld verlassen", teilten die DFB-Junioren auf Twitter mit.

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Hertha lobt DFB-Junioren

Der letzte Test der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz vor den Sommerspielen in Tokio fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weitere offizielle Details gab es zunächst nicht.

"Wenn einer unserer Spieler rassistisch beleidigt wird, ist es für uns keine Option, weiterzuspielen", teilte Kuntz mit.

Beim Testspiel zwischen der DFB-Elf und Honduras kommt es zu rassistischen Äußerungen gegenüber Jordan Torunarigha. Max Kruse äußert sich zum Skandal.
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Das sagt Kruse zum Rassismus-Skandal um Torunarigha

Stürmer Max Kruse sprach später bei Instagram über den Spielabbruch: "Ich glaube, das ist ein Statement, das wir immer bringen müssen, wenn sowas passiert: vom Platz zu gehen, das Spiel auf gar keinen Fall weiterzumachen, egal, ob es die erste Minute ist oder die 90. Minute ist, völlig uninteressant, weil Rassismus einfach keinen Platz im Fußball hat."

"Das ist die einzig richtige Entscheidung", kommentierte Torunarighas Klub Hertha BSC diese Tatsache.

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Die Beleidigung soll laut DFB-Angaben von einem gegnerischen Spieler erfolgt sein. Das berichtet SpoxSpäter reagierte auch Honduras bei Twitter und sprach von einem "Missverständnis".

Torunarigha schon im DFB-Pokal angefeindet

Es ist nicht das erste Mal, dass der Hertha-Profi Opfer rassistischer Anfeindungen wird. Nach einem Vorfall im DFB-Pokal 2020 gegen Schalke hatte Torunarigha Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Deutschlands Testspiel vor dem Olympischen Fußballturnier gegen Honduras musste aufgrund von rassistischen Äußerungen des Gegners Abgebrochen werden. Stefan Kuntz und Maximilian Arnold äußern sich.
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"Können wir nicht dulden!" Kuntz äußert sich zum Rassismus-Eklat

In der Partie war er mit der Gelb-Roten-Karte vom Platz geflogen, nachdem er vor der Schalke-Bank einen Wasserkasten auf den Boden geworfen hatte und mit Schalke-Trainer David Wagner aneinandergeraten war - offenbar als Frust-Folge der rassistisch motivierten Beschimpfungen.

"Es gab rassistische Beleidigungen von der Tribüne", erklärte Niklas Stark damals, der auch von "Affenlauten" sprach. "Jordan ist ein emotionaler Spieler. Wenn so etwas passiert, wäre ich wahrscheinlich auch ausgerastet. Sowas geht nicht. Das ist unmenschlich. Das ist in jeglicher Form abstoßend und darf einfach nicht passieren."

Schalke wurde vom DFB mit einer Strafe von 50.000 Euro belegt.

Kuntz verurteilte Anfeindungen gegen Torunarigha 

Bereits damals hatte auch U21-Trainer Stefan Kuntz, der die deutsche Auswahl in Tokio betreut, klare Worte gefunden. "Es ist einfach nur beschämend, Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft zu beleidigen. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis", sagte Kuntz bei SPORT1.

Gegen 14 Uhr deutscher Zeit wird am Samstag eine Pressekonferenz mit Kuntz und Maximilian Arnold stattfinden.

Den deutschen Treffer in der über 3x30 Minuten ausgetragenen Olympia-Generalprobe am Samstag hatte Felix Uduokhai vom FC Augsburg erzielt. Der Olympia-Teilnehmer aus Mittelamerika war durch Douglas Martinez (21.) in Führung gegangen. Als dann Torunarigha beleidigt wurde, verließ das DFB-Team den Rasen.

Kuntz gibt Hinweise auf Startelf

Deutschland trifft am 22. Juli zum Auftakt des Olympischen Fußballturniers auf Brasilien. Die weiteren Vorrundengegner sind Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

Fünf Tage vor dem ersten Gruppenspiel am Donnerstag gab Kuntz einen ersten Hinweis auf seine mögliche Startelf.

Der künftige Stuttgarter Florian Müller stand im Tor, die Viererkette bildeten Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), Uduokhai (FC Augsburg) und David Raum (1899 Hoffenheim), im Mittelfeld agierten Arne Maier (Hertha BSC), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) und Anton Stach (Greuther Fürth), den Angriff übernahmen Marco Richter (FC Augsburg), Max Kruse (Union Berlin) und Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen).

Das deutsche Team wird nach zahlreichen Absagen nur mit 15 Feldspielern und drei Keepern nach Japan reisen. Erlaubt ist eine Kadergröße von 22 Spielern. Am Sonntag (10.00 Uhr) fliegt die DFB-Auswahl nach Tokio und bezieht ihr Teamhotel in Yokohama.

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