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Olympia 2022: GOLD! Deutscher Doppelsieg im Doppelsitzer

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Olympia 2022: GOLD! Deutscher Doppelsieg im Doppelsitzer

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Historischer Doppelsieg im Doppelsitzer

Historischer Doppelsieg im Doppelsitzer

Tobias Wendl und Tobias Arlt haben sich zum dritten Mal in Folge Olympia-Gold im Doppelsitzer gewonnen. Toni Eggert und Sascha Benecken holen Silber.
Die deutschen Rodler sind bei Olympia erneut eine Macht. Keine andere Nation sammelt im Rodeln so viele Medaillen wie die Deutschen. Dennoch fällt die Sportart immer wieder unter den Tisch.
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von SPORT1

Tobias Wendl und Tobias Arlt rodelten mit erhobenen Armen ins Ziel, im Eiskanal von Yanqing wiederholte sich Geschichte: Zum dritten Mal in Folge sind die Bayern Olympiasieger im Doppelsitzer und haben damit Historisches geleistet! (SERVICE: Der Medaillenspiegel)

„Wir haben uns im Dezember gedacht, was machen wir hier. Wir sind aber dran geblieben und haben immer an uns geglaubt“, sagte Tobias Wendl im ZDF-Interview und schob an, „wer uns kennt, der weiß, wir sind Kämpfer, wir sind Beißer und zu den olympischen Spielen alle vier Jahre da kann man mit uns rechnen.“

Toni Eggert und Sascha Benecken machten mit Silber zwar den ersten deutschen Doppelsieg seit 1992 perfekt, der ersehnte erste Triumph bei Winterspielen gelang den Weltmeistern aus Thüringen aber schon wieder nicht. (DATEN: Alle Ergebnisse bei Olympia 2022)

Historische Teamstaffel?

Denn die größte Bühne bleibt einfach das Revier der „Tobis“. Wie schon 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang trumpften sie zum Saisonhöhepunkt groß auf und sorgten für eine Premiere: Kein anderes Doppelsitzer-Duo gewann drei Goldmedaillen bei Winterspielen.

Für die deutschen Rodler war es nach den Triumphen von Natalie Geisenberger und Johannes Ludwig im dritten Wettbewerb das bereits dritte Gold in China, zudem hatte Anna Berreiter eine weitere Silbermedaille gewonnen.

Für Pilot Wendl und seinen „Rucksack“ Arlt bietet sich nun eine weitere historische Chance in der Teamstaffel.

Wie auch Geisenberger könnten die beiden 34-Jährigen im Wettbewerb am Donnerstag ihr sechstes Gold gewinnen und in der Liste der erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken ganz vorne stehen - vor Claudia Pechstein. (DATEN: Der Zeitplan von Olympia 2022)

Déjà-vu für Eggert/Benecken

Eggert/Benecken holten nach Bronze vor vier Jahren vor den österreichischen Mitfavoriten Thomas Steu/Lorenz Koller immerhin ihr zweites olympisches Edelmetall.

Als die beiden Weltmeister im Zielbereich sahen, wie die „1″ hinter dem Namen ihrer Dauerrivalen aufleuchtete, erlebten sie allerdings ein Deja-vu.

Bereits in der Olympia-Saison vor vier Jahren und auch seither hatten Eggert/Benecken den stärkeren Eindruck gemacht. Wendl/Arlt gewannen seit ihrem Triumph 2018 in Pyeongchang lediglich sechs Weltcups - Eggert/Benecken standen in der gleichen Zeit 17-mal ganz oben, allein in diesem Winter holten sie fünf Siege.

Faire Verlierer

Das Rodel-Doppel gewann insgesamt schon vier WM-Titel und sechsmal den Gesamtweltcup. Doch zum Höhepunkt wendete sich das Blatt erneut.

Sie bewiesen sich aber als faire Verlierer. „Ich bin überglücklich, dass wir heute Silber erringen konnten. Die anderen beiden waren stark, dass muss man einfach anerkennen“, meinte Sascha Benecken beim ZDF.

Eine Idee hat Benecken aber, um mal ganz oben zu stehen bei Olympia. „Wir zwei werden wohl zu Fuß in Griechenland den Olymp besteigen und dann stehen wir da auch mal ganz oben“, sagte er mit einem Augenzwinken.

Fehlerlose Fahrt

Wendl/Arlt, die sich seit mehr als 20 Jahren kennen, behaupteten im entscheidenden zweiten Lauf ihren knappen Vorsprung vor Eggert/Benecken, die auf ihrem selbst gebauten Schlitten „Hugo“ letztlich 99 Tausendstel Rückstand hatten.

Sichtbare Fehler hatten sich beide Teams nicht erlaubt. Wendl/Arlt hatten jedoch am Start leichte Vorteile und behielten auf der tückischen Bahn auch in der entscheidenden Ausfahrt der Kurve 13 die Nerven.

Ohnehin schien die Lockerheit der beiden Bayern das Erfolgsrezept in China zu sein. Die bisherigen Goldmedaillen verliehen den beiden Champions große Sicherheit. „Alles, was jetzt kommt“, hatte Arlt vor Rennbeginn gesagt, „ist Bonus“.

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