Sie ist zweimalige Olympiasiegerin und war das Gesicht der Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018: Katharina Witt. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)
Olympia: Katharina Witt spricht sich gegen Bürgerentscheide aus
Eis-Queen irritiert mit Aussage
Dass die bayerische Landeshauptstadt weder damals noch bei den Spielen 2022 zum Zuge kam, beschäftigt die Eiskunstlauf-Ikone heute noch. (Service: Der Medaillenspiegel)
„Es bekommt derjenige die Spiele, wer um sie kämpft“, sagte die 54-Jährige im Interview mit der dpa. „Wenn wir nur richtig gewollt hätten, wären wir mit Deutschland und München die Ersten in der Welt gewesen, wo nach Sommerspielen auch Winterspiele stattgefunden hätten.“ (Daten: Alle Ergebnisse zu Olympia 2022)
Menschen in Bayern gegen Olympia
Dass dies nicht gelungen ist, lag vor allem daran, dass sich die Menschen in München und den drei weiteren Landkreisen, in denen die Wettkämpfe geplant waren, in einem Bürgerentscheid mehrheitlich gegen eine Bewerbung ausgesprochen hatten.
Die Bedenken, was die Folgen der Spiele für Umwelt und Natur anging, waren zu groß. Außerdem lehnten viele Befragte den zunehmenden Gigantismus von Olympischen Spielen ab. (Daten: Der Zeitplan zu Olympia 2022)
Für Witt ist die Einbeziehung solcher Meinungen offensichtlich ein Dorn im Auge, wenn es um die Ausrichtung von Olympia geht.
Witt: „Vielleicht sollte man auf Volksbefragung verzichten“
„Vielleicht sollte man auf eine Volksbefragung verzichten“, sagte sie auf die Frage, ob sich München für 2030 noch einmal bewerben sollte. Damit dürfte sie bei den Olympia-Gegnern in Bayern große Verärgerung auslösen – und nicht nur dort.
Auch in Hamburg brachten die Bürger der Stadt die Bewerbung für die Sommerspiele 2024 zu Fall.
Für Witt aber steht fest, dass Deutschland dennoch ein fantastischer Gastgeber für Olympische Spiele wäre.
„Bei uns feiern die Fans die schönsten Sportfeste, das ist einfach so, egal, welche Welt- oder Europameisterschaft bei uns stattfindet. Die Menschen in unserem Land lieben Sport. Deshalb müssten die Verantwortlichen einfach sagen: Wir ziehen es durch!“, sagte die Olympiasiegerin von 1984 und 1988.