Die beiden italienischen Ski-Alpin-Fahrerinnen Sofia Goggia und Frederica Brignone werden in diesem Leben keine Freundinnen mehr.
Olympia: Zoff im italienischen Alpin-Team - Mutter von Brignone kritisiert Goggia
Zoff bei Italiens Ski-Stars!
Schon seit Jahren können sich die beiden nicht sonderlich gut ausstehen - und nun hat Maria Rosa Quario, selbst ehemalige Skiläuferin und Mutter von Brignone, neues Feuer ins Öl gegossen.
„Sofia sieht sich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, das genießt sie. Sie sucht höllisch nach Anerkennung. Federica ist dagegen schüchtern und sie interessiert es nicht, was die Leute über sie denken“, sagte sie am Mittwoch im Interview mit Radio Capital.
Quario auch mit Respekt vor Goggia
In ihren Augen ist die Silbergewinnerin in der olympischen Abfahrt egozentrisch. (DATEN: Alle Ergebnisse bei Olympia 2022)
„Wirkt ein Mensch nicht egozentrisch, wenn er wenige Stunden nach dem Rennen zu Hause anruft, aber nicht, um seine Freude und seinen Stolz zu teilen, sondern um zu erfahren, wie die Reaktionen auf seine Medaille in Italien waren?“, schrieb die Journalistin in einem Artikel für Il Giornale.
Trotz des Streits der beiden Fahrerinnen hat die 60-Jährige auch Respekt für Goggia. Schließlich ging die 29-Jährige nur 23 Tage nach ihrer Verletzung wieder an den Start. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)
„Ich habe nicht daran gezweifelt, dass sie ein gutes Rennen machen wird. Sie besitzt eine beeindruckende Entschlossenheit, aber ihre Verletzung war nicht so schwer“, meinte sie im italienischen Radio. (BERICHT: Der Fluch von Olympiasiegerin Goggia)
Goggia leiht Brignone-Kontrahentin Shiffrin ihre Ski
Pikante Randnotiz: In der olympischen Kombination am Donnerstag fuhr Mikaela Shiffrin als eine der vermeintlich größten Kontrahentinnen von Brignone im Kampf um die Medaillen mit Goggias Abfahrts-Ski.
„Man weiß ja auch, dass Sofia Goggia nicht unbedingt die allerbeste Freundin von Federica Brignone ist, die eine sehr große Kontrahentin wiederum für Mikaela Shiffrin ist in der Kombination“, analysierte Felix Neureuther in der ARD: „Da kann ich mir schon vorstellen, dass Sofia Goggia gesagt hat: ‚Weißt du was, ich gebe mal der Mikaela meine Ski, damit sie in der Abfahrt schneller ist und die Medaille oder Gold gewinnt.‘“
Allerdings habe natürlich auch eine Rolle gespielt, dass Shiffrin und Goggia von derselben Ski-Firma ausgerüstet werden, wie Neureuther erklärte.
Das bessere Ende hatte letztlich ohnehin Brignone für sich: Während die Italienerin sich nach Abfahrt und Slalom über Bronze freuen durfte, ging Shiffrin trotz guter Ausgangslage als Fünfte in der Abfahrt erneut leer aus, weil sie im Slalom ausschied.