Die deutschen Handballerinnen sind mit einer überraschenden Niederlage ins olympische Turnier in Paris gestartet.
Bitterer Fehlstart für Deutschland
Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch verlor zum Auftakt gegen Südkorea mit 22:23. „Wir hatten super viele Chancen und haben sie nicht genutzt. Dann ist es schwierig, so ein enges Spiel für sich zu entscheiden“, sagte Rechtsaußen Jenny Behrend bei Eurosport.
Durch die unerwartete Niederlage stehen die Deutschen im Kampf um den Viertelfinal-Einzug schon nach dem ersten Spiel in Gruppe A unter Druck. Denn die weiteren Gegner sind die starken Teams aus Schweden (Sonntag), Dänemark (1. August) und Norwegen (3. August) sowie Slowenien (30. Juli). Deutsches Ziel ist die Medaillenrunde.
„Wenn wir ins Viertelfinale kommen wollen, und das ist natürlich das Ziel, müssen wir gegen Südkorea gewinnen“, hatte Co-Kapitänin Alina Grijseels voller Tatendrang und Vorfreude angekündigt.
Doch 16 Jahre nach der bis dato letzten Olympia-Teilnahme einer deutschen Frauenhandballmannschaft bot das DHB-Team eine zerfahrene Vorstellung.
Vor allem in der Offensive wirkten Kapitänin Emily Bölk und ihre Mitspielerinnen nervös, es fehlte an Durchschlagskraft und Effizienz. Beste deutsche Werferin vor 5765 Zuschauern in der Arena Süd 6 war Linksaußen Antje Döll mit sechs Treffern.
Die deutsche Mannschaft kam schwer in die Partie und lag in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich mit drei Toren zurück. Bis zur Pause konnte Antje Döll zumindest auf 10:11 verkürzen.

Vier-Tore-Vorsprung reicht Deutschland nicht
In der zweiten Halbzeit konnte die DHB-Auswahl zunächst bis auf vier Tore davonziehen
Doch die Asiatinnen wehrten sich und kamen Tor um Tor zurück, bis sie sieben Minuten vor Schluss wieder die Führung übernahmen und schließlich das Spiel gewannen.
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mit Sport-Informationsdienst (SID)