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Olympia 2024: Entthronter Schwimm-Superstar sorgt für Tränen im TV

Tränen nach Depression und Alkoholismus

Adam Peaty verpasst einen historischen Erfolg. Dennoch sorgt der britische Schwimm-Superstar für Tränen im TV.
Lukas Märtens gewann am ersten Olympia-Tag Gold für Deutschland über 400 Meter Freistil. Schwimm-Ikone Franziska van Almsick schwärmt.
Adam Peaty verpasst einen historischen Erfolg. Dennoch sorgt der britische Schwimm-Superstar für Tränen im TV.

Am Ende fehlten gerade einmal 0,02 Sekunden zu einem historischen Triumph. Doch Adam Peaty war es völlig egal, dass er Gold dramatisch knapp verpasste und sich mit Silber begnügen musste.

Dabei wäre er mit einem erneuten Triumph über die 100 Meter Brust der erste Athlet gewesen, der drei Mal in Folge bei Olympia über diese Strecke siegt. Bereits 2016 und 2021 hatte er gewonnen.

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Doch trotz des zweiten Ranges war er überglücklich und vergoss rund um die Siegerehrung Tränen des Glücks.

Im Publikum standen seine Freundin Holly Ramsay, seine Mutter Caroline und vor allem sein drei Jahre alter Sohn George. Mit dem knuddelte Peaty kurzerhand.

Peaty und sein Sohn sorgen für Tränen

„Normalerweise fragt er: ‚Daddy, bist du der schnellste Junge?‘, und ich hätte gesagt: ‚Heute nicht‘. Aber er sagte nur: ,Ich liebe dich, Daddy‘, und das ist alles, was mir wichtig ist“, verriet der britische Superstar hinterher.

Er fügte an: „Als ich George in die Arme nahm, war ich sofort hin und weg. Ich fühle mich, als wäre ich von einer Biene gestochen worden, weil mein Gesicht so geschwollen ist. Ich habe so viel geweint.“

Für den 29-Jährige ist es so emotional, weil er aus einem ganz tiefen Loch herauskam. Im Jahr 2022 ging seine Ehe mit Frau Eirianedd Munro in die Brüche. Es folgte eine Scheidung inklusive Sorgerechtsstreit um Sohn George. Peaty versank in einer Depression und im Alkoholismus.

Bei den britischen Meisterschaften 2023 trat er deshalb nicht an. Doch seine neue Freundin brachte ihn zurück zum Schwimmen und weg von den Zweifeln. Peaty kehrte zurück in die Weltspitze und nun auch aufs Podium.

Diese Geschichte sorgte auch im britischen TV in der Live-Berichterstattung für viele Tränen. BBC-Expertin Rebecca Adlington weinte.

Legende weint live im TV

„Ich kann nicht aufhören zu weinen. Ich bin einfach so emotional. Es ist sein kleiner Junge, der mich erwischt hat“, verriet sie.

Die 35-Jährige ist in Großbritannien ebenfalls eine Schwimm-Heldin und gewann bei Olympia 2008 unter anderem Gold über 400 Meter Freistil und 800 Meter Freistil.

Sie befand dennoch: „Als Sportler weiß man, was er durchgemacht hat. Ich meine, ich habe im Vergleich zu Adam nichts erreicht. Was er erreicht hat, ist unglaublich, ich kann es gar nicht fassen.“

Und auch Peaty selbst sagte: „Ich weine nicht, weil ich Zweiter geworden bin, sondern weil es so schwer war, hierherzukommen.“