Was für ein Chaos im Hoffnungslauf über die 110 m Hürden bei den Olympischen Spielen. Nach einem Fehlstart und anschließenden technischen Problemen verzögerte sich zunächst der Start lange, dann scheiterte auch noch der deutsche Starter Manuel Mordi dramatisch.
Drama-Aus für deutschen Hürden-Sprinter

Doch was war passiert? Zunächst leistete sich der Kasache David Yefremov einen bitteren Fehlstart. Im Anschluss gab es dann wiederholt technische Probleme, weshalb der Start gleich mehrfach abgebrochen wurde. Beim dritten Startversuch versagte dann sogar die Startpistole. Im Stade de France pfiffen daraufhin sogar die Fans.
Knapp fünf Minuten nach dem ersten Startversuch durften die Hürdenläufer dann beim vierten Startversuch auf die Strecke gehen - und für den deutschen Manuel Mordi wurde der Hoffnungslauf zum echten Drama.
Olympische Spiele 2024: Mordi feiert zu früh
Gleich vier der noch fünf verbliebenen Läufer kamen fast zeitgleich ins Ziel. Alle Starter schmissen sich mit letzter Kraft ins Ziel und versuchten einen der ersten zwei Plätze für die nächste Runde zu erreichen.
Manuel Mordi war sich seiner Sache zunächst sehr sicher. Gleich nach dem Zieleinlauf jubelte er euphorisch, ein Weiterkommen schien für den Hamburger sicher.
Doch es kam anders. Nach drei Minuten des bangen Wartens war klar, dass Mordi es doch nicht in die nächste Runde geschafft hatte. Erst im Foto-Finish zeigte sich, dass er nur auf dem vierten Platz landete und die nächste Runde denkbar knapp verpasste – es fehlte nur eine hundertstel Sekunde.
Rafael Pereira aus Brasilien siegte in 13,54 Sekunden vor dem zeitgleichen Franzosen Raphael Mohamed. Der Algerier Amine Bouanani schied in ebenfalls 13,54 als dritter um wenige Millimeter aus. Mordi wurde eine Hundertstel-Sekunde dahinter in 13,54 Sekunden sogar nur Vierter.