Der Deutsche Skiverband (DSV) hat am Dienstag das deutsche Biathlon-Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo bekannt gegeben. Dabei sorgten zwei Nominierungen für Überraschungen.
Biathlon: Olympia-Kader offiziell verkündet mit Überraschungen
Olympia-Entscheidung im Biathlon fix
Am Dienstag wurde das Team bekanntgegeben, die Nominierung erfolgte offiziell durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
Olympia 2026: Biathlon-Team überrascht
Bei den Frauen werden Franziska Preuß, Selina Grotain, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt und Anna Weidel an den Start gehen.
Besonders überraschend ist die Rückkehr von Anna Weidel, die beim Weltcup-Stop in Ruhpolding noch aus dem Team gestrichen worden war. Ihren Platz hatte damals Sophia Schneider übernommen.
Grotian kämpft sich ins Olympia-Team
Ursprünglich hatte der DSV nur fünf Frauen im Biathlon vorgesehen. Sportdirektor Felix Bitterling erklärte vor wenigen Tagen im ZDF dazu: „Bei Selina könnte man sich natürlich auf die Ergebnisse vom letzten Jahr berufen und sagen, dass sie eine absolute Weltklasse-Frau ist im gesunden Zustand.“
Grotian hatte erst im Sprint von Ruhpolding mit Platz 15 ihre erste Olympia-Norm erreicht und sich im Verfolgungsrennen mit Platz 13 knapp den zweiten Teil der Norm gesichert. Im vergangenen Jahr hatte Grotian bereits starke Leistungen im Weltcup gezeigt, war aber aufgrund einer kürzlich überstandenen Erkrankung und wenigen Saisonstarts noch nicht endgültig gesetzt.
Die Entscheidung, Grotain und Weidel ins Team zu nehmen, zeigt, dass der DSV flexibel auf aktuelle Formkurven reagiert.
Riethmüller bei den Männern nicht nominiert
Bei den Männern gehören neben Philipp Nawrath auch Justus Strelow, David Zobel und Philipp Horn zum Aufgebot. Lucas Fratzscher erhält ebenfalls einen Quotenplatz und wird damit Danilo Riethmüller vorgezogen.
Riethmüller hatte beim Weltcup in Ruhpolding mit der Staffel noch den einzigen deutschen Podestplatz geholt.
Insgesamt umfasst das deutsche Aufgebot bei den Olympischen Spielen 183 Athletinnen und Athleten. Das ist ein historischer Höchstwert. Zum Vergleich: Vor vier Jahren in Peking waren es 148 Teilnehmer, der bisherige Rekord stammt von Turin 2006 mit 161 Athleten. Der DSV will mit dieser starken Mannschaft in nahezu allen Disziplinen vertreten sein.