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Olympia: Warum Wintersport-Deutschland sie heute genau im Blick hatte

Gutes Zeichen für bedrohte Bastion?

Die um ihre Olympia-Zukunft ringende Nordische Kombination sammelt mit einem stimmungsvollen ersten Wettkampf Pluspunkte. FIS-Präsident Johan Eliasch wertet das Verhalten von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry vor Ort als ermutigend.
Das IOC hat die Nordische Kombination der Damen nicht für die Olympischen Spiele 2026 zugelassen. Nathalie Armbruster, Gesamtweltcup-Siegerin der Saison 2025/25, findet deutliche Worte für diese Entscheidung, durch die ihr ein Kindheitstraum erstmal verwehrt bleibt.
Die um ihre Olympia-Zukunft ringende Nordische Kombination sammelt mit einem stimmungsvollen ersten Wettkampf Pluspunkte. FIS-Präsident Johan Eliasch wertet das Verhalten von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry vor Ort als ermutigend.

FIS-Präsident Johan Eliasch hat den ersten Olympia-Wettkampf der um ihre Zukunft bangenden Nordischen Kombinierer als vollen Erfolg bezeichnet. „Ich fand es fantastisch. Die Stimmung hier im Stadion war einfach großartig. Für mich persönlich war dies der Höhepunkt der Spiele, ich bin wirklich sehr zufrieden“, sagte der Chef des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes.

Eliasch hatte den Wettkampf an der Seite von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry verfolgt, die im Mai über die Zukunft der Sportart (mit)bestimmen muss. „Sie wirkte sehr begeistert. Sie hat sehr aufmerksam und mit großem Interesse zugeschaut und ist mehrmals aufgestanden, um zu applaudieren. Ich glaube also, dass ihr gefallen hat, was sie gesehen hat“, sagte Eliasch.

FIS-Boss will für Frauen kämpfen

Das IOC wird im Mai entscheiden, ob die Kombination auch 2030 zum olympischen Programm gehören wird. Entweder werden dann auch die Frauen aufgenommen, oder die seit der Premiere 1924 immer vertretene Sportart wird komplett gestrichen. „Es ist allen klar, dass dies eine sehr erfolgreiche Sportart ist“, sagte Eliasch.

Aus deutscher Sicht steht die olympische Zukunft der Sportart besonders im Blickpunkt: Mit zwölf Goldmedaillen sind die deutschen Kombinierer die historisch zweiterfolgreichste Nation der olympischen Geschichte hinter Norwegen und drohen eine Bastion zu verlieren. Ein olympisches Aus wäre vor allem auch bitter für die junge Gesamtweltcupsiegerin Nathalie Armbruster, der Olympia im Fall X auch für die Zukunft verwehrt sein würde.

Der FIS-Chef versprach, sich beim IOC weiter für die Kombination einsetzen zu wollen - und vor allem für die Frauen. „Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist, würde ich sagen, undenkbar. Ich hätte die Frauen sehr gerne hier gesehen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass diese Disziplin langfristig im Kalender bleibt“, sagte er.

Während dem zweimaligen Olympiasieger Vinzenz Geiger am Mittwoch bei einem Anstieg im Finale die Luft ausging, setzte sich der Norweger Jens Luraas Oftebro in einem packenden Finale mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Österreicher Johannes Lamparter durch. Bronze ging an den Finnen Eero Hirvonen (+2,5 Sekunden).