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Nächster Eklat in Italiens Olympia-Team!

Nächster Olympia-Eklat in Italien

Der Doping-Skandal um die Biathletin Rebecca Passler wirft bereits vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 einen dunklen Schatten auf das italienische Team. Nun gibt es offenbar einen weiteren Eklat.
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Aber auch andere Orte in Italien werden zum Schauplatz der Wettkämpfe. Hier gibt's alle Austragungsorte im Überblick.
Der Doping-Skandal um die Biathletin Rebecca Passler wirft bereits vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 einen dunklen Schatten auf das italienische Team. Nun gibt es offenbar einen weiteren Eklat.

Die Olympischen Winterspiele 2026 werden zwar erst am Freitagabend offiziell eröffnet, doch die italienische Mannschaft sorgt bereits zum zweiten Mal für negative Schlagzeilen. Nach dem Doping-Wirbel um Biathletin Rebecca Passler steht nun das Curling-Team im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Konkret dreht sich ein Eklat um die beiden Spielerinnen Angela Romei und Rebecca Mariani.

Auslöser der Kontroverse ist die kurzfristige Streichung Romeis aus dem Aufgebot. Die 28-Jährige zählt eigentlich seit geraumer Zeit zum festen Stamm der Mannschaft und hat unter anderem bei der Europameisterschaft 2017 die Bronzemedaille gewonnen. Ihren Platz nimmt bei Olympia überraschend die erst 19 Jahre alte Mariani ein.

Brisant ist diese Entscheidung gleich aus mehreren Gründen. Einerseits hat Mariani bislang keinen einzigen internationalen Wettkampf bestritten. Andererseits fällt die Personalie in den Zuständigkeitsbereich ihres eigenen Vaters: Marco Mariani, der als Technischer Direktor im italienischen Verband fungiert, war für die Nominierung verantwortlich.

Olympia: Romei macht ihrem Ärger Luft

Hat Mariani seiner Tochter den Olympia-Startplatz also quasi auf Kosten von Romei geschenkt? Die entsprechende Mitteilung erhielt die 28-Jährige von Marco Mariani selbst – und das lediglich telefonisch.

„Wir hätten darüber von Angesicht zu Angesicht sprechen können“, kritisierte Romei. „Ich hätte zumindest eine Diskussion erwartet, die auf Daten und Ergebnissen basiert.“

Für Romei liegt die Antwort auf diese Frage nahe. Sie sieht in dem Vorgang ein gravierendes Fehlverhalten und will sich mit ihrer Ausbootung nicht abfinden.

Den Fall hat sie bereits vor den Internationalen Sportgerichtshof gebracht und fordert die umgehende Rückgabe ihres Olympia-Startplatzes. Gegenüber der Öffentlichkeit machte sie ihrem Ärger unmissverständlich Luft.

Curling-Eklat: Verband weist Vorwürfe zurück

„Ich gehöre seit fast zehn Jahren zur Gruppe der Nationalathletinnen, und wir haben als Team über den gesamten olympischen Zyklus hinweg gemeinsam gearbeitet – immer innerhalb der Nationalauswahl, um uns bestmöglich auf die Spiele vorzubereiten“, sagte Romei.

Umso schwerer wiege das Aus – von dem sie nicht einmal einen Monat vor Beginn der Winterspiele erfuhr.

Man habe sie aus dem Kader gestrichen, „um Platz zu machen für ein Mädchen, das die A-Nationalmannschaft bislang noch nie bei einem internationalen Wettbewerb vertreten hat“.

Für Romei steht fest, dass sportliche Gründe lediglich vorgeschoben seien: „Wäre es eine technische Entscheidung gewesen, hätte man viel früher experimentieren und anschließend bewerten können – und die Gründe den direkt Betroffenen erklären.“

Der italienische Verband wies die Vorwürfe unterdessen zurück. Es liege kein Fehlverhalten vor, erklärte man der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung sei auf Grundlage der sportlichen Ergebnisse des vergangenen Jahres getroffen worden.

Der Ausgang des Falls ist derzeit völlig offen.