Im ersehnten Ziel angekommen, ging zunächst nichts mehr: Völlig entkräftet brach die US-Amerikanerin Jessie Diggins nach ihrem Bronzegewinn im olympischen Freistilrennen über zehn Kilometer zusammen. Sie rang nach Luft und schrie wiederholt laut auf – kein Wunder: Die Langläuferin war mit einer Rippenprellung an den Start gegangen.
Kollaps und Schreie: Heftige Szenen um US-Olympiastar
Dramatische Szenen um US-Star
„So quälen kann sich echt nur sie!“, rief ZDF-Kommentator Heiko Klasen beim Anblick der dramatischen Bilder im Zielraum. „Sie hat alles, alles rausgehauen. Sie schüttelt ein bisschen mit dem Kopf, als wäre sie über sich selbst erstaunt, jedes Mal aufs Neue: ‚Wie kann ich so dermaßen über sämtliche Grenzen hinausgehen?‘”
Im Ziel eilte eine Teamkollegin Diggins zur Hilfe und löste die Schlaufen an ihren Stöcken. Anschließend wurde die 34-Jährige gestützt und verließ den Innenraum.
Olympia 2026: Verletzter US-Star holt Bronze
Gold ging derweil an die Schwedin Frida Karlsson, die wie im Skiathlon fünf Tage zuvor klar vor ihrer Teamkollegin Ebba Andersson (+46,8 Sekunden) lag. Knapp dahinter folgte die verletzte Diggins (+49,7 Sekunden).
Dabei hatte die angeschlagene US-Amerikanerin auf der Zielgeraden noch einmal alles mobilisieren müssen, um die am Ende viertplatzierte Norwegerin Astrid Öyre Slind (+53 Sekunden) toppen zu können. Wild mit den Armen rudernd, den Kopf gesenkt, stürmte Diggins förmlich mit letzter Kraft ins Ziel.
„Ich erinnere nochmal daran: Sie ist mit üblen Schmerzen unterwegs. Rippenprellung“, merkte Klasen bei diesen Szenen an. „Sie gibt alles. Schauen Sie mal, wie sie da kämpft und kämpft.“
Der Auftakt in die Olympischen Spiele war für Diggins noch alles andere als geplant verlaufen: Die 34-Jährige reiste als Führende im Gesamtweltcup nach Italien, doch beim Skiathlon stürzte sie früh und beendete das Rennen auf Platz acht. Im Klassiksprint am Dienstag schied sie bereits im Viertelfinale aus.