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Olympia 2026: Gold für Deutschland! Was ein Rennen!

Gold für Deutschland!

Daniela Meier fährt bei den Olympischen Spielen zur Goldmedaille! Auf dem Weg ins Skicross-Finale dominiert sie zuvor auf ganzer Linie.
Daniela Maier gelingt im Skicross ein nahezu perfekter Finallauf. Nach einem umkämpften Start setzt sich die Deutsche frühzeitig an die Spitze des Feldes und rast sensationell zu Gold!
Daniela Meier fährt bei den Olympischen Spielen zur Goldmedaille! Auf dem Weg ins Skicross-Finale dominiert sie zuvor auf ganzer Linie.

Daniela Maier hat bei den Olympischen Spielen im Skicross Gold für Deutschland geholt! Die Bronze-Gewinnerin von Peking dominierte bis ins Finale, wo sie sich in einem packenden Rennen knapp durchsetzte.

Im großen Finale in Livigno siegte die 29-Jährige vor Weltmeisterin Fanny Smith aus der Schweiz und Peking-Olympiasiegerin Sandra Naeslund aus Schweden. Im Ziel riss sie beide Arme hoch und schrie nach dem Rennen ihres Lebens die Freude hinaus.

Während der Siegerehrung kamen ihr beim Singen der Nationalhymne die Tränen. Es fühle sich noch „surreal“ an, meinte sie wenig später im ZDF: „Ich habe das erst jetzt auf dem Podium realisiert, als mir die Medaille umgehängt wurde.“

In Peking riesiges Drama - jetzt die Erlösung

Für die deutschen Skicrosser ist es das erste Gold in Norditalien, für den Deutschen Skiverband (DSV) das zweite nach Skispringer Philipp Raimund.

Und diesmal gab es an dem Edelmetall für Maier keine Zweifel, anders als vor vier Jahren. Damals war sie erst Vierte geworden, doch Smith soll sie damals beeinträchtigt haben - weshalb Maier bei der Siegerehrung nach Videobeweis auf dem Podest stand.

Später wurde die Entscheidung damals revidiert, die Schweizerin erhielt die Bronzemedaille zunächst zurück. Letztlich wurde vor Gericht entschieden: Beide Athletinnen durften sich Platz drei teilen.

In Livigno gab es nur eine Siegerin. Von Beginn an hatte Maier den Wettbewerb dominiert, auch im Finale fuhr sie vorneweg. Ihren starken Start büßte sie erst auf den letzten Metern fast ein, letztlich kam sie aber mit 0,14 Sekunden Vorsprung ins Ziel, wo sie von ihrem jubelnden Team empfangen wurde.

Von Erkältung keine Spur: Gold-Heldin zieht durch

Sportdirektor Heli Herdt erklärte, dass ihm ganze „Tonnen“ vom Herzen abgefallen seien: „Man soll es nicht verschreien, aber sie war schon heute früh gut drauf. Wir haben einen Spaß gehabt beim Frühstück.“

Maier habe eine „geile Quali“ hingelegt, was immer von großer Bedeutung sei. Und danach einen fehlerfreien Wettkampf abgeliefert.

Schnellste im Platzierungslauf, in der K.o.-Runde Schnellste in ihren Heats im Achtelfinale, im Viertelfinale und im Halbfinale - auch im Finale lag sie kein einziges Mal zurück, nutzte den Vorteil des besten Start-Gates, das sie sich als Zeitschnellste im Platzierungslauf erkämpft hatte.

Auch im ZDF-Interview fließen wieder Tränen

Die erste Gerade sei ein „hartes Battle“ gewesen, „ich habe die ganze Zeit die Skispitzen von der Fanny gesehen, die Skispitzen von der Sandra gesehen und konnte mich Gott sei Dank durchsetzen und recht dominant vorneweg fahren.“

Angesprochen auf ihre zahlreichen Verletzungen, die sie immer wieder überwinden musste, sagte sie: „Absolut verrückt. Ich bin froh, dass ich nie aufgegeben habe und immer wieder aufgestanden bin.“

Als sie auf die Unterstützung ihres Umfelds zu sprechen kam, kamen ihr erneut die Tränen: „Ich konnte heute eigentlich nicht verlieren. Egal welche Platzierung ich erreiche, ich werde aufgenommen.“

Und nichts zu sehen war mehr von der Erkältung, mit der sie nach Livigno angereist war, noch zwei Tage vorher hatte Maier erklärt: „Ich fühle mich nicht ganz so hundertprozentig fit.“ Das Gegenteil war dann der Fall am Tag, als es darauf ankam.