Olympische Medaillen bringen Ruhm, Ehre – und mitunter verpasste Anrufe. Diese Erfahrung machten nun sowohl Friedrich Merz als auch Laura Nolte. Schon nach ihrem Silber-Gewinn im Monobob war Nolte ein Gratulationsanruf des Bundeskanzlers entgangen. Nach dem Olympiasieg im Zweier mit Anschieberin Deborah Levi wiederholte sich das Szenario.
Olympia 2026: Nolte verpasst Kanzler-Anruf erneut
Nolte verpasst Kanzler-Anruf erneut
„Ich muss noch zurückrufen“, sagte Nolte lachend im Interview bei Eurosport. Sie sah den Anruf erst „auf dem Weg hierher im Bus“. Merz habe am Samstagabend gegen 22 Uhr versucht, ihr zum Triumph in Cortina d’Ampezzo zu gratulieren. „Da waren wir, glaube ich, sogar noch bei der Siegerehrung. Da hatte ich mein Handy noch gar nicht“, so die 27-Jährige weiter.
Anschließend blieb offenbar kaum Gelegenheit, Nachrichten und Anrufe entgegenzunehmen. Im Deutschen Haus warteten erst der traditionelle Medal-Walk, dann die Feierlichkeiten mit Familie und Freunden. „Darauf haben wir uns riesig gefreut“, sagte sie. Wie schon nach ihrem Silber im Monobob wolle sie den verpassten Anruf nun nachholen und sich persönlich bei Merz melden, kündigte Nolte an.
Olympia: Auch Langenhan verpasste Kanzler-Anruf
Nolte gab zudem preis, was ihr der aus dem Sauerland stammende Kanzler bereits bei einem früheren Telefonat erzählt hatte: „Er meinte, er möchte mal nach Winterberg an die Bobbahn kommen. Das hatte er schon mit Max Langenhan ausgemacht.“ Denn auch Langenhan war nach seinem Erfolg bereits in den Genuss eines Gratulationsanrufs aus dem Kanzleramt gekommen – auf ganz ähnliche Weise.
Am Morgen nach seinem Sieg im Einsitzer bei den Olympischen Winterspielen hatte sich der neue Rodel-König gerade ein „cooles“ Gratulationsvideo von Carmen und Robert Geiss angeschaut, als ihn eine unbekannte Nummer anrief, schilderte der 26-Jährige.
„Ich habe den Anruf so weggewischt. Aber es hat sich herausgestellt: Das war Friedrich Merz“, sagte Langenhan launig einige Tage später nach dem Gewinn der Goldmedaille mit der Teamstaffel.