Als Tenor Andrea Bocelli zum Ende der Eröffnungsfeier in Mailand die Arie Nessun dorma anstimmte, hörte eine Olympia-Starterin im entfernten Cortina ganz genau zu: Azaria Hill.
Olympia: Sie wusste gar nicht, wie bekannt ihr Papa in Deutschland ist
Wird auch sie Deutschland wehtun?
Sie ist die Tochter von Virgil Hill, der Deutschlands Box-Gentleman Henry Maske 1996 in München das Karriereende verdarb – damals zu den Klängen von Bocellis Hymne „Time zu say goodbye“.
Olympia 2026: Tocher des Maske-Schrecks greift an
Angesprochen auf diese besondere Verbindung zeigte sich Azaria Hill vor einigen Tagen noch überrascht. „Davon hatte ich keine Ahnung“, sagte die 27-Jährige im Gespräch mit Olympics.com.
Beim großen Kampf ihres Vaters war Azaria Hill noch nicht geboren und staunt über seine Bekanntheit in Deutschland. Es sei „wirklich cool“ zu erfahren, wie ihre Eltern als Sportler waren.
Und das Vermächtnis ist groß! Vater Virgil fügte Maske nicht nur die einzige Niederlage als Profiboxer zu, sondern gewann 1984 in Los Angeles auch Olympia-Silber. Mutter Denean Howard und Tante Sherri Howard triumphierten sogar mit der 4x400-Meter-Staffel der USA. Ihre Eltern werden Azaria auch in Cortina vor Ort unterstützen.
„Ich möchte eine Goldmedaille gewinnen“
Lange war sie wie ihre Mutter als Leichtathletin aktiv, wechselte schließlich die Laufbahn gegen den Bob und geht in Cortina mit Pilotin Kaysha Love an den Start. Ihr Ziel ist klar: „Ich möchte eine Goldmedaille gewinnen.“
Schlagen müssen sie dazu vor allem den deutschen Zweierbob mit Laura Nolte und Deborah Levi, die die Weltcup-Saison bislang dominiert haben. Aber Azarias Vater Virgil hat schon einmal gezeigt, dass er deutsche Pläne durchkreuzen kann.