Joep Wennemars hat bei den Olympischen Spielen eine zweite Chance bekommen. Diese nahm allerdings einen bitteren Ausgang. Doch der Reihe nach: Zunächst lag der niederländische Eisschnellläufer bei seinem Rennen über 1.000 Meter auf Medaillenkurs, als er von seinem chinesischen Kontrahenten Ziwen Lian behindert wurde.
"Olympiatraum geplatzt": Bitteres Ende trotz zweiter Chance
Bitteres Ende trotz zweiter Chance
Der Niederländer kam kurz ins Stolpern und überquerte die Ziellinie mit einem Rückstand von 1,3 Sekunden auf den Führenden Jordan Stolz.
Mit der Unterstützung zahlreicher Oranje-Fans auf den Zuschauerrängen im Milano Speed Skating Stadium durfte Wennemars seinen Lauf danach nochmals wiederholen. Und das ungewöhnlicherweise alleine ohne direkten Gegner im Oval.
Er lief ein zweites Mal gegen die Zeit von Jordan Stolz, doch der erste Lauf steckte ihm offensichtlich noch in den Knochen. Er konnte sich dabei nicht verbessern. Am Ende wurde er Fünfter. Sein Kontrahent aus China wurde nach dem besagten ersten Lauf disqualifiziert.
Wennemars: „Olympiatraum geplatzt“
„Es ist etwas passiert, das ich nicht fassen kann“, sagte Wennemars hinterher dem TV-Sender NOS. „Ich hatte Vorrang, ich bin meine Linie gefahren, aber dann wurde ich abgedrängt.“
Er kam entscheidend aus dem Tritt, wollte aber weiterfahren, doch hinterher war die Enttäuschung groß: „Mein Olympiatraum ist geplatzt.“
Deutsche Medaillenhoffnung verpasst Podestplatz
Der deutsche Shooting-Star Finn Sonnekalb konnte seinen Traum von einer Olympia-Medaille noch nicht erfüllen.
Auf der 1.000-Meter-Strecke landete er am Ende mit 1,8 Sekunden nur auf Rang zwölf. Am nächsten Mittwoch geht der Deutsche dann auf seiner Paradestrecke 1.500m an den Start (LIVETICKER). Der deutsche Medaillentraum lebt also noch weiterhin.