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Olympia 2026: Deutsche Triumphfahrt für die Geschichtsbücher! "Gesamte Mannschaft verneigt sich"

„Gesamte Mannschaft verneigt sich“

Mit dem dritten Olympiasieg krönen die deutschen Rodler ihre Traumtage von Cortina. Für Tobias Wendl und Tobias Arlt wurde die Teamstaffel zu einer Triumphfahrt in die Geschichtsbücher.
Das Duo Tobias Wendl Tobias Arlt erwischt keinen perfekten Start in die Olympischen Winterspiele. Nach einer Nachtschicht rodeln sie noch erfolgreich zu Bronze.
Mit dem dritten Olympiasieg krönen die deutschen Rodler ihre Traumtage von Cortina. Für Tobias Wendl und Tobias Arlt wurde die Teamstaffel zu einer Triumphfahrt in die Geschichtsbücher.

Die deutschen Rennrodler haben ihre olympischen Festspiele in Cortina d’Ampezzo mit dem dritten Olympiasieg gekrönt. Für Tobias Wendl und Tobias Arlt wurde die Teamstaffel zu einer Triumphfahrt in die Geschichtsbücher. Mit sieben Gold und einmal Bronze stiegen sie zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken auf.

„Sie haben es geschafft. Was für eine grandiose Leistung! Herzlichen Glückwunsch an Tobi Wendl und Tobi Arlt zu dieser Lebensleistung”, verneigte sich DOSB-Präsident Thomas Weikert und führte aus: „Ihr seid mit euren sieben Goldmedaillen und einer Bronzemedaille aus vier Olympischen Spielen seit heute offiziell die erfolgreichsten Winterolympioniken des Team Deutschland. Die gesamte Mannschaft verneigt sich vor euch.”

Olympia: Wendl brach vor Freude zusammen

Gemeinsam mit den Einsitzer-Olympiasiegern Max Langenhan und Julia Taubitz sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina im Frauendoppel rasten die „Rekord-Tobis“ zum Viererpack: In der 2014 in Sotschi eingeführten Staffel ging der Olympiasieg im vierten Rennen zum vierten Mal an Deutschland.

Wendl gestand nach dem Rennen im ZDF: „Die Emotionen hat man im Ziel gesehen, ich bin kurz zusammengebrochen und konnte mich nicht auf den Füßen halten, das sagt alles.“

„Darauf können sie sehr stolz sein“

Sein Teamkollege Arlt ergänzte: „Das ist unfassbar schön, unbeschreiblich. Mit diesem Team macht es noch mehr Spaß. Wir sind stolz, für Deutschland an den Start gegangen zu sein.“

Auch Bundestrainer Patric Leitner fand in der Mixed-Zone nur lobende Worte für die beiden: „Unglaublich, darauf können sie sehr stolz sein. Die Jungs sind weit über 30 Jahren, aber können immer noch so performen. Ich habe sie die Woche im Training etwas geknickt erlebt, aber ich habe ihnen Mut zugesprochen.“

Olympia: „Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist“

Wendl/Arlt, die im Wettbewerb der Doppelsitzer am Mittwoch Bronze geholt und sich damit über Nacht gemeinsam mit Natalie Geisenberger (6xGold, 1xBronze) an die Spitze der Rekordliste gesetzt hatten, lassen ihre frühere Teamkollegin nun hinter sich. „Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist“, hatte Arlt vor der Staffel gesagt - und dann Vollgas gegeben.

In einem packenden Rennen setzten sich die deutschen Rodler souverän vor Österreich und Italien durch und unterstrichen ihre Ausnahmestellung als Medaillenlieferant für das Team Deutschland: Im fünften Rennen konnten sich die Athleten des Bob- und Schlittenverbandes (BSD) über die fünfte Medaille freuen. In den kommenden Tagen sollen die Skeletonis und die traditionell ebenfalls starken Bob-Pilotinnen und Bob-Piloten nachlegen.

Olympia: Ukraine-Staffel setzt Zeichen

Stunden nach den aufwühlenden Ereignissen um den disqualifizierten ukrainischen Skeletonsportler Wladyslaw Heraskewytsch spielte die Sportpolitik noch immer eine Rolle im Cortina Sliding Centre. Heraskewytschs Landsleute knieten vor ihrer Staffel nieder und reckten ihre Helme in den Himmel. Eine Geste der Solidarität und ein Zeichen an das IOC.

Die deutschen Rodler hingegen durften feiern, nachdem sie ihre Euphorie mit Blick auf die Staffel in den vergangenen Tagen gebremst hatten. Taubitz gab nach ihrem emotionalen Olympiasieg am Dienstag nur „ein bisschen Halbgas“, kündigte die große Sause aber schon an. Auch Einsitzer-König Langenhan und Eitberger/Matschina, Silbermedaillengewinnerinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer, können die Party-Handbremse nun lösen.

Legendenstatus für Wendl und Arlt

Das gilt natürlich auch für Wendl und Arlt. Die 38-Jährigen gehören spätestens jetzt zu den ganz Großen des deutschen Sports, auch wenn sie am Mittwoch bei Olympia erstmals geschlagen wurden. Das Duo war bei allen vier Teamstaffel-Erfolgen dabei, holte zudem Gold im Doppel in Sotschi, Pyeongchang und Peking. Für Langenhan und Taubitz ist es jeweils die zweite Goldmedaille bei Olympischen Spielen, für Eitberger und Matschina eine Premiere.

Und auch die Zukunft des deutschen Rodelns erscheint golden, obwohl die Konkurrenz aus Österreich und Italien aufgeholt hat: Langenhan ist mit 26 Jahren im besten Sportleralter, Taubitz will „noch ein paar Jahre“ dranhängen. Und auch die zwei „Tobis“ hatten zuletzt noch keinen Gedanken an ein Karriereende verschwendet.

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Mit Sport-Informations-Dienst