Adam Ammour ist am Sonntag bei den Olympischen Winterspielen im Viererbob denkbar knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt. Am Ende fehlten dem Deutschen, seinem Bruder Issam sowie Alexander Schaller und Joshua Tasche lediglich vier Hundertstel (0,04 Sekunden) auf die Bronze-Medaille des Schweizer Bobs um Pilot Michael Vogt. Gold (Johannes Lochner) und Silber (Francesco Friedrich) gingen dennoch am Deutschland.
Olympia: Der tragische Held im deutschen Goldrausch
Tragische Figur im Goldrausch
Dem aus Gießen stammenden Ammour, der im Zweierbob bereits Bronze gewonnen hatte, war die Frustration nach dem Rennen deutlich anzumerken. „Es ist gerade eine echte Kack-Position, in der wir stecken. Vierter Platz ist sehr undankbar. Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß“, sagte der 24-Jährige, der lange auf Medaillenkurs gelegen hatte, nach dem Rennen.
Warum am Ende keine Medaille heraussprang? „Wir haben uns zu viele kleine Fehler geleistet – sei es beim Anschub, sei es beim Einstieg, sei es in der Bahn mit einigen Fahrfehlern”, erklärte Ammour, der zusammenfasste: „Es war nicht das, was wir zeigen wollten.“
Olympia: Ammour verlor Platz drei im letzten Durchgang
Vor dem finalen Durchgang hatte Ammours Team noch auf dem dritten Rang gelegen. Aufgrund eigener Fehler und einer schnellen Fahrt der Schweizer ging Bronze allerdings noch auf dramatische Weise verloren.
Bei seinem Olympia-Debüt hatte der zweimalige Europameister Ammour direkt Bronze im Zweierbob geholt. Weil er in dieser Saison mehrere Weltcup-Siege im Viererbob eingefahren hatte, hatte er sich durchaus Hoffnungen auf eine Medaille im Viererbob machen können.