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Olympia: "Schwedischer Albtraum!" Doppeltes Sturz-Drama im Langlauf

„Schwedischer Albtraum“ im Langlauf

Langlauf-Star Ebba Andersson stürzt während des Staffel-Rennens zweimal. Die Schwedin erlebt einen Albtraum.
Langlauf-Star Ebba Andersson stürzt während des Staffel-Rennens zweimal. Die Schwedin erlebt einen Albtraum.
Langlauf-Star Ebba Andersson stürzt während des Staffel-Rennens zweimal. Die Schwedin erlebt einen Albtraum.

Die schwedische Skilangläuferin Ebba Andersson hat in der olympischen Staffel einen Albtraum durchlebt! Die dreimalige Weltmeisterin von 2025, die an Position zwei für die Topfavoritinnen ins Rennen gegangen war, stürzte am Samstag gleich zweimal heftig - durch die vielen Schweden-Fans unter den 9000 Zuschauern in Val di Fiemme ging beide Male ein Aufschrei.

„Auch wenn wir hier als Team stehen, ist es natürlich so, dass sie großartige Leistungen gezeigt haben und ich das heute nicht geschafft habe. Das tut mir im Herzen weh“, sagte eine traurige Andersson nach dem Rennen beim schwedischen TV-Sender SVT.

Andersson „geriet in Panik“

Zu ihren beiden Stürzen sagte sie: „Das ist der Albtraum eines jeden Langläufers. Ich wurde in der Abfahrt etwas ängstlich und eine Sekunde später machte ich einen Salto und meine Ausrüstung hielt auch nicht zusammen. Da war ich wirklich in einer Krise und geriet in Panik.“

Mit großem Rückstand auf Platz acht übergab die untröstliche Andersson auf Schwedens Topstar Frida Karlsson. Dank der starken Leistung von ihr und Schlussläuferin Jonna Sundling gewann Schweden letztlich doch noch Silber. Gold gewann Norwegen, Bronze ging nach Finnland.

Olympia: Langlauf-Star überschlägt sich beim Sturz

„Nein! nein! nein! nein! Schwedischer Albtraum“, titelte die schwedische Zeitung Aftonbladet kurz nach dem zweiten Sturz. Linn Svahn übergab an Andersson als Führende. Deren erster Sturz war noch harmlos, denn die Weltmeisterin kam in einer Linkskurve von der Bahn ab, konnte aber sofort weiterlaufen.

Schlimmer war es dann wenige Augenblicke später: Beim zweiten Sturz überschlug sich Andersson ohne Fremdeinwirkung, verlor dabei die Bindung am rechten Ski und musste auf nur einem Ski Richtung Ziel „joggen“.

„Das habe ich ja noch nie gesehen“

„Der nächste Sturz, der nächste Sturz. Wo ist denn bitte der Ski? Der Ski ist nicht da“, war ARD-Kommentator Heiko Klasen fassungslos und fügte hinzu: „Der Ski ist weg! Was für ein Drama! Da ist ihr der Ski abhanden gekommen. Die Bindung ist weg, das gibt es nicht, das gibt es nicht.“

Weiter meinte Klasen: „Jetzt läuft sie mit einem Ski in Richtung Ziel, das ist ja nicht zu glauben, das ist nicht zu fassen! Da muss ihr jemand helfen, da muss ein Betreuer da sein, das habe ich ja noch nie gesehen.“

Betreuer stürzt ebenfalls beim Helfen

Zeitgleich reagierten ihre Teamkolleginnen fassungslos auf die Geschehnisse und schlugen ihre Hände über den Kopf zusammen.

Als dann endlich ein Betreuer mit einem Ersatzski Richtung Andersson lief, stürzte dieser ebenfalls und landete kopfüber im Schnee. „Auch noch das, da bleibt wirklich nichts aus“, kommentierte Klasen, als er diese Szene nochmals im Replay sah.

Legende hat Mitleid mit Andersson

Die norwegische Langlauf-Legende Therese Johaug sprach beim norwegischen TV-Sender NRK ihr Mitleid für Andersson aus: „Das ist schrecklich. Man möchte nicht, dass so etwas in einem Staffellauf passiert. Das ruiniert den gesamten Staffellauf für Schweden. Es ist furchtbar, ohne Bindung zu fahren. Das sind einfach nur traurige Bilder.“

Mit dem tiefen Schnee hatten viele Läuferinnen zu kämpfen. „Die Bedingungen waren echt kriminell, wir sind hier schließlich immer noch bei Olympia. Immerhin war es für alle gleich“, resümierte Katharina Hennig Dotzler nach dem wilden Rennen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)