Drama um Philipp Horn! Der deutsche Biathlet hat die Bronzemedaille im Massenstart bei den Olympischen Winterspielen knapp verpasst.
Olympia-Biathlon: "Warum er? Warum nicht jemand anderes?"
Franzose lässt Horn verzweifeln
Der 31-Jährige musste sich im Massenstart über 15 km nach großem Kampf mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Horn leistete sich beim letzten Schießen einen Fehler und kam mit 9,9 Sekunden hinter dem Franzosen Quentin Fillon Maillet ins Ziel.
Olympia: Franzose zieht ohne große Mühe an Horn vorbei
„Ich war das ganze Rennen fast ein bisschen überrascht, dass es so gut lief, weil ich schon gemerkt habe, dass links und rechts von mir viele Fehler gefallen sind und dass es vor allem beim dritten Schießen unglaublich schwer war zu treffen“, erklärte Horn nach dem Rennen im ZDF.
Er fügte in der Mixed Zone auf SPORT1-Nachfrage hinzu: „Da war ich fast überrascht, dass ich da mit Null durchkam. Und als ich dann auf der letzten Runde auf dem dritten Platz aus dem Schießstand gelaufen bin und dann beim Felix gehört habe, sechs Sekunden auf Fillon Maillet, da habe ich mir wirklich gedacht: Warum er? Warum nicht jemand anderes?“ Vor allem da der Franzose „in den letzten Tagen immer so unmenschlich“ gewesen sei.
„Ich weiß nicht, wie das geht“
Der 31-Jährige betonte, dass der Franzose momentan der mit Abstand schnellste Läufer und eine „absolute Maschine“ sei. „Ich habe dann gedacht: Der kommt jetzt ran, das ist klar, aber dann bleibst du dran. Und dann hat der auf der Kuppe so einen Druck draufgehabt. Ich weiß nicht, wie das geht, das sieht so leicht aus, und ich bin da so krepiert hinterher. Das war so unnormal.“
Ein wenig konsterniert musste Horn auf SPORT1-Nachfrage konstatieren: „Gerade wenn es um die Wurst geht, würde ich sagen, knackt man mich nicht so schnell. Ich war heute einfach nicht stark genug auf der letzten Runde. Ich muss zugeben: Fillon Maillet ist einfach eine Macht momentan. Es war beeindruckend, wie er mich überholt hat.“
„Ich habe um mein Leben gekämpft“
Es würde bei ihm „unfassbar leicht“ aussehen, „und ich habe um mein Leben gekämpft hinter ihm. Beine, Arme – alles ist zugegangen, alles verkrampft gewesen. Ich wollte irgendwie dranbleiben, aber ich konnte nicht. Deswegen ist es am Ende ein enttäuschender vierter Platz.“
Gold im letzten Männerrennen ging an den Norweger Johannes Dale-Skjevdal, der nach fehlerfreiem Schießen vor seinem Teamkollegen Sturla Holm Lägreid (1/+10,5 Sekunden) triumphierte.
Für Fillon Maillet (4/+25,6) war es nach zweimal Gold bereits die dritte Medaille in Antholz. Philipp Nawrath (5/+2:05,3 Minuten), der Fünfter im Einzel geworden war, belegte bei schwierigen Bedingungen im Massenstart Rang sieben, David Zobel (7/+4:32,4) landete auf einem enttäuschenden 23. Platz.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)