Biathletin Vanessa Voigt hat nach der Kritik an ihren Lauf- und Schießzeiten bei den Olympischen Spielen eine Social-Media-Pause angekündigt.
Vanessa Voigt zieht Konsequenzen: "Wir sehen/hören uns nach Olympia"
Voigt zieht Konsequenzen
„Wir sehen/hören uns nach Olympia. Hier wird es jetzt ruhig - mein Fokus liegt woanders. Die Menschen, die wirklich zählen, wissen, wie sie mich erreichen“, schrieb die 28-Jährige am späten Mittwochabend bei Instagram. Zuvor war Voigt im Einzel über 15 Kilometer mit fehlerfreiem Schießen Vierte geworden.
Biathlon-Star Voigt verpasst Olympia-Bronze knapp
Nach dem dritten Platz in der Staffel fehlten lediglich 12,9 Sekunden zu ihrer nächsten Bronzemedaille. Voigt hatte vor allem beim letzten Schießen zur Absicherung der Null sehr langsam geschossen und letztlich in der Addition lediglich die 74. Schießzeit der 90 Starterinnen.
Auf der Loipe war Voigt derweil gemessen am Saisonverlauf im Rahmen ihrer Möglichkeiten geblieben und unter anderem lediglich 20 Sekunden langsamer als Teamkollegin Franziska Preuß unterwegs gewesen.
„Während viele wieder kritisch über meine Laufzeit und Schießzeiten sprechen, stehe ich hier - und bin verdammt stolz“, schrieb die Thüringerin: „Denn kaum jemand redet über den Leistungs- und Trainingsrückstand, der entsteht, wenn ein Großteil einer vorolympischen Weltcup-Saison wegbricht.“
Voigt hatte die Saison 2024/25 wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig abbrechen müssen und deshalb auch die WM in Lenzerheide verpasst.
„Natürlich zählen bei Großereignissen wie Olympia am Ende nur Medaillen“, führte sie aus: „Aber ich weiß, was es gebraucht hat, um überhaupt hier zu stehen. Ich habe es geschafft, genau am Saison-Höhepunkt meine beste Leistung zu zeigen. Genau dann, wenn es zählt. Und es ist noch nicht vorbei. Das war erst die zweite Medaillenchance.“
Biathlon-Star Voigt mit Kampfansage
Das Thema Social Media beschäftigt Voigt nicht zum ersten Mal: Während der WM 2024 in Nove Mesto hatte sie mit der Offenbarung, dass negative Kommentare im Netz sie nach einem Rennen mitgenommen hätten, auch international für Aufsehen gesorgt - vor allem wegen der verständnislosen Reaktion von Legende Ole Einar Björndalen, der Voigt „amateurhaftes“ Verhalten Vorwarf und schon damals empfahl, sich während Großereignissen von den sozialen Medien abzukoppeln.
Weiter geht es für Voigt mit dem Sprint am Samstag (14.45 Uhr im LIVETICKER). Sie wisse, dass man dann „grundsätzlich eine schnelle Null“ brauche, so die Biathletin vom WSV Rotterode: „In der Weltspitze muss man auch mit schnellen Schießzeiten kommen.“