Justine Braisaz-Bouchet wird das erste Biathlon-Rennen bei den Olympischen Winterspielen 2026 nur von außen verfolgen. Der französische Verband gab am Donnerstag die Besetzung seiner Mixed-Staffel bekannt – und verriet damit zugleich, dass die 29-Jährige nicht zum Aufgebot gehört.
Olympia 2026: Brisante Staffel-Entscheidung im Biathlon verkündet
Brisante Entscheidung im Biathlon
Für Frankreich gehen stattdessen Éric Perrot, Quentin Fillon Maillet, Lou Jeanmonnot und Julia Simon an den Start. Brisant ist vor allem die Nominierung von Simon. Die ebenfalls 29-Jährige war zu Beginn der Saison nach einer Kreditkartenaffäre für einen Monat gesperrt worden.
Biathlon: Simon nimmt ausgerechnet Braisaz-Bouchet den Platz weg
Am 24. Oktober hatte Simon vor Gericht eingeräumt, ab 2021 wiederholt die Bankkarten ihrer Teamkollegin Braisaz-Bouchet sowie eines Physiotherapeuten des französischen Teams für private Einkäufe genutzt zu haben. Der entstandene Schaden belief sich auf bis zu 2400 Euro. Zudem gestand sie, kleinere Bargeldbeträge zwischen 20 und 50 Euro entwendet zu haben.
Nun ist es ausgerechnet Simon, die Braisaz-Bouchet den Platz in der Olympia-Staffel wegnimmt. Und die Entscheidung kommt durchaus überraschend. Zwar feierte Simon zuletzt in Nove Mesto ihren ersten Saisonsieg, im Gesamtweltcup rangiert sie jedoch nur auf Platz zwölf und ist damit aktuell lediglich die fünftbeste Französin – hinter Jeanmonnot, Camille Bened, Braisaz-Bouchet und Océane Michelon.
Das französische Team zählt am Sonntag neben Italien, Schweden und Norwegen zu den großen Favoriten auf die Goldmedaille. Zwei Mixed-Staffel-Rennen wurden in dieser Saison bereits ausgetragen – Frankreich belegte dabei die Plätze eins und zwei. Die bei Weltmeisterschaften übliche Single-Mixed-Staffel mit je einem männlichen und weiblichen Starter gibt es bei Olympia nicht.