Überraschung um Rebecca Passler! Nachdem die italienische Biathletin bei einer Kontrolle eine positive Dopingprobe abgegeben hatte, wurde sie Anfang Februar vorläufig suspendiert. Am Freitagmorgen dann der Paukenschlag: Dem Einspruch von Passler wurde stattgegeben und sie darf bei den Olympischen Winterspielen in ihrem Heimatland starten.
Olympia 2026: Wende nach positiver Dopingprobe - Nuttela-Löffel schuld?
Doping-Wende wegen Nutella-Löffel?
Wie der italienische Wintersportverband FISI bekannt gegeben hat, wurde die vorläufige Suspendierung aufgehoben.
Passler darf noch bei Olympia starten
„Das Nationale Berufungsgericht von NADO Italia hat der Berufung von Rebecca Passler gegen die vorläufige Suspendierung aufgrund eines positiven Letrozol-Befunds bei einer Kontrolle am 26. Januar stattgegeben und die offensichtliche Begründung der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz anerkannt“, teilte der Verband mit.
Wie italenische Medien berichten, soll angeblich ein Löffel kontaminiert gewesen sein, den Passler in einem Nutella-Glas zusammen mit ihrer Mutter genutzt hatte, was Passler auch vor Gericht geschildert haben soll. Ihre Mutter leidet demnach an Brustkrebs und verwendet zur Therapie das Mittel Letrozol.
In der FISI-Mitteilung hieß es zudem: „Das Ergebnis ermöglicht es der Athletin, an den Olympischen Spielen 2026 in Mailand-Cortina teilzunehmen. Passler wird sich ab Montag, dem 16. Februar, ihren Teamkolleginnen anschließen und dem Trainerstab für die nächsten Wettkämpfe des Fünf-Ringe-Programms zur Verfügung stehen.“
Die Entscheidung, ob Passler in der italienischen Staffel am Mittwoch (14.45 Uhr) zum Einsatz kommt, solle „am Dienstag“ getroffen werden, sagte Klaus Höllrigl, Sportdirektor der italienischen Biathleten: „Wir werden die beiden Trainings beobachten, in welchem Zustand sie körperlich und mental ist.“
Passler: „Es waren schwierige Tage“
Der Verband begrüßte das Ergebnis der Berufung. Auch Passler atmete auf: „Es waren sehr schwierige Tage. Ich habe immer an meine gute Absicht geglaubt. Ich danke allen, die mir geholfen haben, von den Anwälten, die sich um meine Situation gekümmert haben, über den italienischen Wintersportverband bis hin zu meiner Familie und meinen Freunden. Jetzt kann ich mich endlich wieder zu 100 Prozent auf den Biathlon konzentrieren.“
Noch am Mittwoch musste die Biathletin vor der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS eine Niederlage einstecken. Der CAS erklärte sich für „nicht zuständig“, da Passler ihre Beschwerde an die italienische Anti-Doping-Agentur NADO stellen musste. Diese Frist lief am Donnerstag ab. Nun wurde der Italienerin von der NADO Recht gegeben.