Schreckmoment für Franziska Preuß! Während ihrer Vorbereitung auf das Damen-Einzel über die 15 Kilometer bei den Olympischen Winterspielen musste die Biathletin ihre Waffe reparieren lassen.
Olympia 2026: Schreckmoment für Preuß
Schreckmoment für Preuß
Beim Anschießen ist der Schlagbolzen in ihrem Gewehr gebrochen, weshalb dieser kurz vor Rennstart noch gewechselt werden musste - keine optimale Vorbereitung auf das Rennen für die Deutsche.
Biathlon-Legende erklärt Reparatur
Biathlon-Legende Erik Lesser sagte in der ARD: „Anscheinend hat sie beim Anschießen ein paar Trockenschüsse gemacht und dabei ist der Schlagbolzen gebrochen.“
Der Olympiasieger von 2014 erklärte: „Das Schloss muss aufgedreht und der Schlagbolzen herausgenommen werden. Das ist ein Prozess, der bei geübten Fingern drei bis fünf Minuten dauert.“
Lesser arbeitet als Schießtrainer für den Nachwuchs am Bundesstützpunkt Oberhof und berichtete, dass er es in diesem Jahr schon zehn-, zwölfmal bei seinen Schützlingen machen musste. Allgemein schätzte er ein, dass dies ein- bis zweimal im Jahr pro Athlet passiert.
Die deutschen Biathlon-Trainer halfen Preuß, wodurch sie die restliche Zeit bis zum Rennstart nutzen konnte.
„Franzi konnte dann die letzten fünf Minuten noch dafür nutzen, um sich die nötige Sicherheit zu holen und die Waffe ordentlich anzuschießen, damit Visier- und Schusslinie übereinstimmen“, schilderte Lesser.
Preuß verpasst Olympia-Medaille
Die Gesamtweltcupsiegerin führte im Biathlon-Einzel bis zum letzten Schießen, leistete sich dort allerdings zwei Strafminuten und fiel auf Rang zehn zurück. Nach 15 Kilometern fehlte letztlich 1:15 Minute aufs Podest, ohne die beiden Fehlschüsse beim letzten Schießen hätte es zu Silber hinter Siegerin Julia Simon aus Frankreich gereicht.