Im ersten Biathlon-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen, der am Sonntag stattfindenden Mixed-Staffel, plant das norwegische Team offenbar mit einer Aufstellung, die für Diskussionen sorgt. Wie der Sender TV2 unter Berufung auf gut informierte Quellen berichtet, sollen bei den Männern Martin Uldal und Vetle Sjastad Christiansen zum Einsatz kommen.
Olympia 2026: "Seltsam" - angebliche Biathlon-Überraschung sorgt für Diskussionen
„Seltsam“: Legende verwundert
Die Konsequenz dieser Entscheidung wäre bemerkenswert: Mit Johan-Olav Botn, Johannes Dale-Skjevdal und Sturla Holm Laegreid müssten gleich drei der derzeit vier bestplatzierten Norweger im Gesamtweltcup zunächst zuschauen.
Botn, Dale-Skjevdal und Laegreid liegen allesamt vor Uldal, der lediglich auf Rang 13 steht. Auch der Neuntplatzierte Christiansen hängt dort hinter Botn und Dale-Skjevdal zurück.
Olympia 2026: Biathlon-Aufstellung irritiert Ikone
Entsprechend sorgt die kolportierte Aufstellung für Verwunderung – unter anderem bei Norwegens Biathlon-Ikone Ole Einar Björndalen. Der achtmalige Olympiasieger zeigte sich insbesondere über die mögliche Nichtberücksichtigung von Botn irritiert.
„Es ist sehr seltsam, dass Botn die Chance nicht bekommt, zumal er in weniger Weltcup-Rennen mehr Weltcup-Punkte als die meisten anderen geholt hat“, sagte der 52-Jährige.
Botn hatte in diesem Winter erstmals von Saisonbeginn an einen festen Platz im norwegischen Team erhalten – und diesen eindrucksvoll gerechtfertigt. Der 26-Jährige führte den Gesamtweltcup zeitweise sogar an, ehe ihn eine Erkrankung zu Beginn des Jahres ausbremste und er die Weltcups in Oberhof und Ruhpolding verpasste. Doch trotz dieser Zwangspause rangiert Botn weiterhin auf Platz vier und ist damit bester Norweger.
Welche Athletinnen neben Uldal und Christiansen in der Mixed-Staffel für Norwegen starten sollen, ist bislang nicht durchgesickert. Bei den Frauen gilt Maren Kirkeeide als nahezu gesetzt. Um den zweiten Startplatz konkurrieren Karoline Offigstad Knotten, Marthe Krakstad Johansen und Ingrid Landmark Tandrevold.