Prominenter Gast beim olympischen Biathlon: DFB-Kapitän Joshua Kimmich ist vor Ort bei der Konkurrenz in Antholz am Sonntag - und hat mit seiner Präsenz auch die TV-Kommentatoren überrascht.
Kimmich bei Olympia: "Bei uns ist es aggressiver"
Kimmich: „Bei uns ist es aggressiver“
„Ich war mir erst nicht sicher, musste erst näher rangehen an den Monitor“, hielt ZDF-Mann Volker Grube nach einigen Sekunden fest, als Kimmich während der Verfolgung der Männer eingeblendet wurde: „Unerwarteter Besuch hier.“
Kimmich sagte später im Eurosport-Interview: „Es ist wirklich mein erstes Mal beim Biathlon – und dann direkt bei den Olympischen Spielen, das ist schon was sehr Besonderes. [...] Die Stimmung ist hier extrem positiv, bei uns im Stadion ist es aggressiver. Alle Nationen freuen sich für- und miteinander. Eine sehr positive Grundstimmung."
Kimmich forderte für seinen Abstecher in den Biathlon-Sport gleich den Allergrößten heraus. Seite an Seite mit Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö probierte sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft im Schießen, bat den Norweger zum Duell.
„Ich gebe dir einen Vorsprung“, frotzelte Bö. Doch dies wollte der ehrgeizige Fußballer bei seinem Ausflug nach Antholz auf keinen Fall annehmen.
Und tatsächlich staunte der im Vorjahr zurückgetretene Biathlet nicht schlecht. Denn Kimmich verfehlte genau wie er selbst lediglich eine Scheibe, schoss dabei nur unwesentlich langsamer. Der Mittelfeldspieler habe offenbar auch im Biathlon „das Zeug zum Erfolg“, schrieb der Weltverband IBU zu dem Instagram-Video.
Anders als in normalen Wettkämpfen waren die Mini-Scheiben für das Show-Duell allerdings keine 50 sondern nur wenige Meter entfernt.
Olympia: Kimmich sieht deutsche Biathlon-Enttäuschung
Am Tag nach dem 3:0-Sieg der Bayern bei Werder Bremen ließ Kimmich es sich nicht nehmen, das Großereignis als Fan zu verfolgen - und nahm dafür eine rund 1000 Kilometer lange Reise von Bremen nach Südtirol auf sich. Kimmich ist nicht der einzige prominente Besucher in Antholz: Auch Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil ist vor Ort.
Einen deutschen Erfolg sahen die VIP-Gäste erwartungsgemäß erstmal nicht: Die deutschen Biathleten haben die erste Einzelmedaille bei den Winterspielen erneut verpasst. Philipp Horn fiel in der Verfolgung als Bester des DSV-Quartetts von Rang zehn auf elf zurück, Philipp Nawrath (6 Strafrunden/+3:11,0 Minuten) als 25., Schnellschütze Justus Strelow (4/+3:35,5 Minuten) mit Platz 30 und David Zobel (5/+4:09,9) auf Position 34 zeigten extrem schwache Rennen.
Der Schwede Martin Ponsiluoma lief mit einer beeindruckenden Aufholjagd mit nur einem Fehler von Rang sieben zu Gold, es war sein erster Sieg seit drei Jahren. Dahinter holte Sturla Holm Lägreid (2/+20,6 Sekunden) aus Norwegen mit Silber seine dritte Medaille beim dritten Einzel-Start in Antholz, Bronze ging an den Franzosen Emilien Jacquelin (3/+29,7), dem eine mögliche Goldmedaille beim letzten Schießen entglitt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)