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Diesen Tiefschlag erlebt Biathlon-Deutschland bei Olympia nach 34 Jahren zum ersten Mal

Historischer Tiefschlag für DSV-Team

Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte bleiben sowohl die Männer als auch die Frauen in der Staffel ohne Medaille.
Die deutsche Frauen-Staffel mit Janina Hettich-Walz (l.) und Vanessa Voigt ging wie die Männer leer aus
Die deutsche Frauen-Staffel mit Janina Hettich-Walz (l.) und Vanessa Voigt ging wie die Männer leer aus
© IMAGO/Independent Photo Agency Int.
Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte bleiben sowohl die Männer als auch die Frauen in der Staffel ohne Medaille.

Die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen hat nach einem erneuten Fauxpas von Franziska Preuß eine Olympia-Medaille überraschend verpasst - und damit ein historisches Negativerlebnis perfekt gemacht.

Erstmals überhaupt seit 1992 - dem Jahr, in dem das Biathlon der Frauen olympisch wurde - blieb sowohl die Männer- als auch die Frauen-Staffel ohne Olympia-Medaille. Bislang gab es für die Biathleten in Italien lediglich Mixed-Bronze.

2022 hatte das Quartett mit Voigt, Vanessa Hinz, Preuß und Denise Herrmann-Wick in Peking Bronze gewonnen - und damit die erfolgreiche Tradition deutscher Staffeln fortgesetzt. Doch nachdem die Frauen zum dritten Mal nach 2014 und 2018 das Podest verfehlten, ist die historische Negativbilanz nach Platz vier der Männer-Staffel perfekt.

Biathlon: Auch Frauen-Staffel am Ende glücklos

Das Quartett mit Julia Tannheimer, Preuß, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt kam in Antholz nach 4x6 Kilometern auf Rang vier. Eine Strafrunde von Preuß sowie acht Nachlader waren letztlich zu viel für den Sprung aufs Podium, 21,5 Sekunden fehlten zu Bronze.

Tannheimer zeigte mit zwei Nachladern zum Start eine starke Leistung, übergab in der ersten Verfolgergruppe hinter Schweden. Preuß ging vor den Augen von Edelfan Jürgen Klopp mit einer perfekten Liegendserie in Führung, ehe sie das deutsche Team mit einer Strafrunde im Stehendanschlag deutlich ins Hintertreffen brachte. Hettich-Walz und Voigt konnten das Loch nicht mehr schließen. Vorne siegte Topfavorit Frankreich (1 Strafrunde +6 Nachlader) vor Schweden (1+7/+51,3 Sekunden) und Norwegen (0+7/+1:07,6 Minuten).

Preuß, die bislang bei den Winterspielen schon mehrmals große Probleme beim Stehendschießen hatte, wollte sich über die Staffel Selbstvertrauen für ihr finales Rennen bei Winterspielen holen - doch das misslang. Dabei soll sich im abschließenden Massenstart am Samstag (14.15 Uhr LIVETICKER) der Traum von einer olympischen Einzelmedaille erfüllen. Neben der Gesamtweltcupsiegerin sind auch Voigt und Hettich-Walz für den Showdown über 12,5 Kilometer qualifiziert.

Bei den Männern steht bereits am Freitag (14.15 Uhr LIVETICKER) mit dem Massenstart das letzte Olympia-Rennen an. Nach der Enttäuschung in der Staffel gehen Philipp Nawrath, David Zobel und Philipp Horn allerdings als Außenseiter ins Rennen.