Biathletin Vanessa Voigt (28) startete mit Bronze in der Mixed-Staffel glänzend in die Winterspiele, wusste dabei vor allem am Schießstand zu überzeugen.
Tränen inklusive: Trainer führten "Krisengespräch" mit Voigt
Olympia-Coup dank tränenreichem Gespräch
Trainer Kristian Mehringer freut sich über die positive Entwicklung - auch wenn der Weg dahin alles andere als einfach war.
Im Verlauf der Saison habe man „in Oberhof schon mal ein Krisengespräch, ein härteres Gespräch geführt“, sagte Mehringer in Antholz. Der Tenor? „Wenn ich bei Olympia eine Medaille holen möchte, muss ich auch eine gewisse Schießzeit haben.“
Bei der Unterhaltung, die auch für Trainer wie Mehringer „nicht die besten“ seien, sollen dabei auch Tränen geflossen sein. „Das kann nach hinten losgehen. Aber unser Ziel war, dass es nach vorne losgeht. Ich glaube, das haben wir gut erreicht“, sagte der deutsche Coach und fügte schmunzelnd an: „Da kann sie uns auch Vorwürfe machen oder vielleicht auch nochmal danken.“
Olympia: Voigt glänzt mit schnellem Schießen
In der Vergangenheit verlor Voigt immer mal wieder mit langsameren Einlagen wichtige Sekunden am Schießstand. Zum Auftakt der olympischen Wettkämpfe war sie dann als dritte Läuferin ins Rennen gegangen - und beim Schießen im Vergleich zur direkten Konkurrenz die schnellste Athletin.
„Sie hat das super gemacht. Sie kann es ja auch“, sagte der Trainer der deutschen Biathletinnen. Wenn man es aber „zu perfekt machen möchte oder einfach zu lange am Schießstand verbringt, dann kann ich die Medaille mit 30 Sekunden mehr in der Gesamtschießzeit einfach verlieren. Und das war uns wichtig, weil sie das Zeug dazu hat. Deswegen haben wir das Gespräch auch so geführt.“
Nun hofft Mehringer auf eine Fortsetzung des erfreulichen Trends im Einzel über 15 Kilometer am Mittwoch (ab 14.15 im LIVETICKER). Dabei zählt Voigt neben Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian wieder zum Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV).