Als die Silbermedaille für Emma Aicher im olympischen Abfahrtslauf feststand, brach im Ziel auch schwedischer Jubel aus. Auf der Pressekonferenz wurde die 22-Jährige gefragt, ob ihre Silbermedaille auch ein Stück weit schwedisch glitzern würde.
Olympia 2026: Darum bejubelten so viele Schweden Aichers Silber-Coup
Auch Schweden bejubelt Aicher
Hintergrund: Aicher ist die Tochter einer schwedischen Mutter und eines deutschen Vaters. Sie wurde im schwedischen Sundsvall geboren und bestritt zunächst Rennen für die skandinavische Nation. Ab September 2020 besuchte sie das Ski-Internat Berchtesgaden, startet seit der Saison 2020/21 für den Deutschen Ski-Verband.
In ihrer gewohnt trockenen Art antwortete Aicher auf die Frage bei der PK: „Der DSV hat mich damals eingeladen und ich bin geblieben.“ Den Jubel begründete sie mit der „Unterstützung von Familie und Freunden aus Schweden.“
Allrounderin Aicher kann weiter absahnen
Zur Pressekonferenz erschien Aicher übrigens mit etwa 15 Minuten Verspätung. Der Grund: Bei der Dopingkontrolle lief es – im Gegensatz zum Rennen – nicht wie gewünscht.
In Cortina kann Aicher nach der ersten deutschen Medaille durchaus noch kräftig absahnen. Auch im Teamwettbewerb sowie im Super-G und Slalom geht die Allrounderin mit Chancen an den Start.