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Olympia: Straßer bekräftigt Kritik - "Müssen unseren Mund aufmachen"

Straßer bekräftigt Olympia-Kritik

Linus Straßer sorgt mit seinen scharfen Aussagen gegen die Organisation bei Olympia für Aufsehen. Jetzt legt der deutsche Skireenläufer nach.
Linus Straßer hat seinen ersten Wettkampf im Slalom hinter sich. Er erklärt die Schwierigkeit dieser Olympia-Piste.
Linus Straßer sorgt mit seinen scharfen Aussagen gegen die Organisation bei Olympia für Aufsehen. Jetzt legt der deutsche Skireenläufer nach.

Skirennläufer Linus Straßer hat seine Olympia-Kritik mit etwas Abstand nochmals bekräftigt. „Ich habe es gesagt, weil ich überzeugt bin, dass wir Athleten auch mal unseren Mund aufmachen müssen“, schrieb er bei Instagram: „Sport ist ein Wettkampf, der ganz entscheidend von der Interaktion mit den Fans lebt. Wir Sportler brauchen unsere Anhänger und Familien. Wir brauchen ihren Zuspruch, ihr Mitfiebern, ihre Nähe.“

Straßer hatte seinen Frust über den Niedergang der olympischen Idee nach seinem neunten Platz im Slalom von Bormio am Montag ausgelassen. „Meine komplette Familie ist da, mit Freunden und so weiter. Aber du hast überhaupt keine Interaktion mit irgendwelchen Zuschauern. Wenn das der Genuss von Olympia sein soll, bin ich froh, dass das mein letztes Mal war“, hatte der Münchner geschimpft. Die Spiele seien „für’n Arsch“.

Olympia: Straßer kann Trennung von Fans nicht akzeptieren

Er könne „nicht akzeptieren: wenn wir Sportler, wie in Bormio geschehen, von unseren Fans getrennt werden“, schrieb er jetzt weiter: „Olympische Spiele brauchen echte Nähe, echte Fans, echte Enthusiasten, die uns tragen, mit uns leiden, uns besser machen, uns verzeihen und trösten wenn es mal nicht gut läuft.“

Olympia solle „Menschen motivieren, wieder an sich zu glauben, soll Kindern Vorbilder schenken, denen sie nacheifern und deretwegen sie in Sportvereine gehen. Olympia ist ein wertvolles Gut, eine großartige, inspirierende Idee“, erklärte Straßer. Er wolle „niemandem etwas kaputtmachen oder etwas schlecht reden“, aber: „Bei meinen Wettkämpfen hat es nicht gepasst.“

„Deshalb habe ich mich zu Wort gemeldet“

In anderen Sportarten wie beim Ski-Freestyle in Livigno hätten Sportler den Zugang zu den Fans gehabt, hielt Straßer fest: „Genau so muss es sein. Deshalb habe ich mich zu Wort gemeldet, um die Organisatoren daran zu erinnern, worum es wirklich geht.“

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Zum Abschluss seiner Stellungnahme schrieb der 33-Jährige über eine mögliche deutsche Bewerbung für Olympia und die Paralympics.

„Ich bin total dafür. Aber denkt an die Sportler, denkt an die Fans, hört ihnen zu und erschafft wieder Spiele, bei denen besondere Momente entstehen, die Verbindungen zulassen und die uns berühren“, forderte er: „Denn nur dann ist Olympia das, was es sein soll: ein Sportfest der Superlative, voller Zauber, voller Magie und voller Wärme.“