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ZDF-Experte leidet bei deutschem Olympia-Drama mit: "Das geht mir nahe"

Dürr-Drama: „Das geht mir nahe“

Lena Dürr liegt nach Durchgang 1 im olympischen Riesenslalom hinter Weltmeisterin und Super-G-Olympiasiegerin Federica Brignone völlig unerwartet auf Rang zwei - doch am Ende soll es nicht sein. ZDF-Experte Marco Büchel leidet mit.
Lena Dürr ist auf Medaillenkurs im Riesenslalom
Lena Dürr ist auf Medaillenkurs im Riesenslalom
© ZDF
Lena Dürr liegt nach Durchgang 1 im olympischen Riesenslalom hinter Weltmeisterin und Super-G-Olympiasiegerin Federica Brignone völlig unerwartet auf Rang zwei - doch am Ende soll es nicht sein. ZDF-Experte Marco Büchel leidet mit.

Skirennläuferin Lena Dürr hatte völlig überraschend eine große Chance auf eine Medaille im olympischen Riesenslalom - doch es hat nicht sollen sein.

Nach einem ersten Lauf voller Überraschungen lag die 34 Jahre alte Münchnerin hinter Weltmeisterin und Super-G-Olympiasiegerin Federica Brignone auf Rang zwei. Auch bei der letzten Zwischenzeit im zweiten Lauf lag sie noch klar auf Medaillenkurs - und fiel auf den letzten Metern dann doch noch auf Rang neun zurück: 0,19 Sekunden fehlten zu einem Platz auf dem Podest.

Lena Dürr verschenkt Silber - ZDF-Experte Büchel leidet mit

„Komm schon, Lena, komm komm komm!“, frohlockte ZDF-Experte Marco Büchel schon bei Dürrs Schlussspurt im ersten Durchgang - um dann nach Zielankunft zu jubilieren: „Jawoll! Hahaha! Lena, du bist wahnsinnig! So schön!“

Als Dürr das Edelmetall dann aus den Händen glitt, litt der ehemalige Riesenslalom-Vizemeister aus Liechtenstein umso mehr mit. In der anschließenden Analyse befand er: „Sie trifft eine Entscheidung, die einfach falsch war. Sie hat, ich muss leider hart sein, Silber verschenkt. Sie hat es aus der Hand gegeben, bei der letzten Welle. Hinter mir da oben da liegt die Silbermedaille. Sie kommt hin und in ihrem ‚Adrenalinrush‘ hat sie gedacht ‚Jetzt muss ich Gas geben‘. Da fährt sie zu direkt und büßt alles ein. Mir persönlich tut es weh. Es wäre schon was gewesen. Mir geht das nahe.“

Krise vor Olympia überwunden - dann wieder Pech

Zu Gold fuhr wie bereits im Super-G Weltmeisterin Federica Brignone aus Italien, die erst Mitte Januar ihr Comeback im Weltcup nach langer Verletzungspause gegeben hatte.

Silber wurde zweimal vergeben: An die zeitgleichen Sara Hector aus Schweden, Olympiasiegerin 2022 in Peking, und Thea Louise Stjernesund aus Norwegen (+0,62 Sekunden). Kurios: Nach dem ersten Lauf hatten Hector, Stjernesund und die für Albanien startende Italienerin Lara Colturi zeitgleich auf Rang drei hinter Brignone und Dürr gelegen.

Dürr - rechtzeitig zu Olympia nach einer längeren Krise wieder in gute Form gekommen - hatte bereits vor vier Jahren in Peking eine Einzelmedaille verpasst. Damals führte sie nach dem ersten Lauf des Slaloms, 0,47 Sekunden betrug ihr Vorsprung auf Rang vier. Doch ein Patzer im zweiten Lauf kostete ihr die sicher scheinende Platzierung auf dem Podest - sie verpasste es am Ende um 0,07 Sekunden.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)