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Wut über Armstrong-Ullrich-Interview: "Soll den Mund halten"

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Wut über Armstrong-Ullrich-Interview: "Soll den Mund halten"

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Wut über Armstrong-Ullrich-Interview

Das gemeinsame Interview der gefallenen Radsport-Heroen Jan Ullrich und Lance Armstrong bringt einen früheren Kollegen auf die Palme. In einem Podcast macht er seinem Ärger über Armstrongs Aussagen Luft.
Jan Ullrich war der gefeierte Star der Radsport-Szene. SPORT1 blickt zurück auf die Karriere des einstigen Tour-Siegers.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Einst begeisterte ihre Rivalität die Radsport-Fangemeinde, dann bewegte ihre Entlarvung als Dopingsünder die Welt - und noch immer erhitzen Lance Armstrong und Jan Ullrich die Gemüter.

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Rund um seinen 50. Geburtstag am 2. Dezember hat Ullrich in den vergangenen Wochen erstmals in aller Offenheit über seinen Dopingbetrug zu aktiven Zeiten. Unter anderem gab er dabei dem Zeit Magazin erstmals ein gemeinsames Interview mit Armstrong, der mittlerweile gut mit ihm befreundet ist.

Einem anderen alten Gegenspieler aus dem Peloton ist das Gespräch nicht entgangen: Der 13-malige Tour-de-France-Teilnehmer Jerome Pineau hat mit einem öffentlichen Wutausbruch darauf reagiert.

Lance Armstrong: Interview-Aussagen empören Ex-Kollegen

Im Podcast Le Grandes Gueules du Sport nahm der Franzose unter anderem Anstoß an Armstrongs Aussage „Wir waren die Größten im Radsport, weltweit“ und an der von ihm verbreiteten Ansicht, dass er härter für seine Vergehen hätte büßen müssen als andere, die dasselbe getan hätten.

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„Das ist Show, das war schon immer so mit Armstrong. Er hat mehr betrogen als alle andern. Armstrong hat alle bestochen, war tyrannisch zu seinen Teamkollegen und unausstehlich zum Fahrerfeld“ schimpfte Pineau.

Der 43-Jährige ergänzte: „Er stand über allen Gesetzen. Mit seinen Aussagen schert er alle über einen Kamm! Er war nur der stärkste, weil er mehr betrogen hat als die anderen. Armstrong ist der größte Bandit in der Geschichte des Sports.“

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Armstrong habe kein Recht sich zu beklagen, findet Pineau, er solle stattdessen „den Mund halten. Er hat eine ganze Generation verdorben, mich eingeschlossen. Er mag begabt gewesen sein, aber er hat das ganze Peloton gemobbt. Er hatte das ganze politische und sportliche System um sich herum.“ Direkt an Armstrong gerichtet, fuhr Pineau fort: „Behaupte nicht, dass du für andere bezahlt hast. Wir waren nicht alle so. Ich ertrage es nicht, jemanden, der sein ganzes Leben lang betrogen hat, so reden zu hören.“

Pineau sorgte schon bei der Tour für Schlagzeilen

Pineau, der in jungen Jahren noch gegen Armstrong und Ullrich fuhr, ist seit seinem Karriere-Ende 2015 als TV-Experte und Teamchef aktiv, sein Rennstall B&B Hotels - KTM wurde Ende 2022 wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgelöst. In diesem Jahr sorgte Pineau während für Aufsehen, als er dem alles dominierenden Team Jumbo-Visma um Tour-Sieger Jonas Vingegaard Motorendoping vorwarf - und eine gereizte Reaktion der Verantwortlichen erntete.

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Der heute 52 Jahre alte Armstrong gewann in seiner aktiven Laufbahn siebenmal die Tour de France - durch jahrelange Ermittlungen von US-Dopingjägern erwies sich jedoch, dass Armstrong Hauptakteur eines flächendeckenden Dopingsystems in seinen früheren Teams war. Armstrong, der sein Doping 2012 unter dem Druck der Geschehnisse eingestand, bekam alle Titel aberkannt.