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Tour de France: Pogacar von Dopingtest überrumpelt

Pogacar von Dopingtest überrumpelt

Unschöne Nacht für die beiden Superstars der Tour France: Sie werden von den Dopingkontrolleuren überrumpelt.
Tadej Pogacar lässt auf der 14. Etappe der diesjährigen Tour de France keine Zweifel aufkommen. Der Slowene holt sich den Sieg und zieht im Gesamtklassement weiter davon.
Unschöne Nacht für die beiden Superstars der Tour France: Sie werden von den Dopingkontrolleuren überrumpelt.

Diese Kontrollen sorgen für Wirbel! Die Rad-Superstars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard mussten sich in der Nacht vor der Bergankunft auf der 15. Etappe der Tour de France Dopingkontrollen unterziehen. Vingegaard bestätigte dies im Interview bei Eurosport.

Er sei um 2 Uhr von den Testern in seinem Hotelzimmer geweckt worden, erst nach 40 Minuten sei er zurück in seinem Bett gewesen. „Sie haben es mir nicht erlaubt, viel zu schlafen. Ich hatte gut geschlafen, aber dann hat jemand an meiner Tür geklopft. Es war eine große Überraschung für mich.“

Der Däne betonte, es sei „natürlich gut, dass sie testen, aber wenn es deine Leistung und deinen Schlaf betrifft, ist es nicht so gut.“ Entsprechend hofft er, „dass ich nicht der einzige bin. Es muss bei jedem gleich sein.“ Sein Fazit: „Es war nicht die beste Nacht, aber ich fühle mich ok. Ich kann es nicht ändern.“

Tour de France: Kein Schlaf für Pogacar

Pogacar gab an, lediglich vier Stunden geschlafen zu haben. „Es war definitiv nicht schön, mitten aus süßen Träumen geweckt zu werden“, sagte der Träger des Gelben Trikots am Start und ergänzte: „Ich konnte einfach nicht wieder einschlafen. Also habe ich alte Eminem-Hits gehört und mir Kaffee gemacht. Jetzt bin ich ziemlich überkoffeiniert.“

Er werde als Gesamtführender nach jeder Etappe getestet, so Pogacar, der seinen Frust nicht an den Kontrolleuren auslassen wollte: „Ehrlich gesagt tut es mir auch ein bisschen leid für sie. Ich kann mir vorstellen, dass manche Fahrer genervt oder sogar wütend reagieren. Aber sie können nichts dafür. Sie machen nur ihren Job – die Entscheidung treffen ihre Vorgesetzten.“

Frust bei betroffenen Teams vor Bergankunft

Seit 2016 sind Dopingkontrollen auch nachts im Zeitfenster zwischen 23 und 6 Uhr durch die zuständige ITA (International Testing Agency) erlaubt. Der Unmut bei Pogacars Team UAE war jedoch ebenso wie bei Vingegaards Team Visma-Lease a Bike groß.

Schließlich stecken die Fahrer zwischen zwei anspruchsvollen Bergetappen. Nachdem sich Pogacar am Samstag in beeindruckender Manier den nächsten Etappensieg gesichert hatte, geht es am Sonntag in den Alpen im Schlussanstieg zum Plateau de Solaison. Fast 4000 Höhenmeter liegen auf den 183,9 Kilometern zwischen Champagnole und der Bergankunft.

Mit Remco Evenepoel, Teamkollege von Florian Lipovitz, sprang dem Duo ein Konkurrent zur Seite:  „Das ist überhaupt nicht respektvoll“, wird er von Het Nieuwsblad zitiert. „Das ist nervig, aber zum Glück war das heute Nacht nicht mein Problem. Wenn es wirklich so wäre, wäre das empörend.“ Evenepoel selbst hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehr Glück.