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Tränen! Bittersüßes Tour-de-France-Finale für deutschen Sprinter

Tränen bei deutschem Sprint-Ass

Viel hat Max Kanter nicht gefehlt, um einen Etappensieg bei seiner ersten Tour de France zu holen. Nach dem Rennen übermannen ihn die Emotionen.
Tadej Pogačar gewinnt die Tour de France 2026 souverän zum fünften Mal. Während der Slowene in Paris triumphiert, müssen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz ihre Tour nach schweren Stürzen vorzeitig beenden.
Conrad Fröhlich
Viel hat Max Kanter nicht gefehlt, um einen Etappensieg bei seiner ersten Tour de France zu holen. Nach dem Rennen übermannen ihn die Emotionen.

Es war ein echtes Herzschlagfinale der Tour de France. Der Sieg der 21. und letzten Etappe der Tour war für Max Kanter zum Greifen nahe. Als der Deutsche dann als Vierter die Ziellinie überquerte, liefen Tränen der Enttäuschung über seine Wangen.

Entsprechend mitgenommen trat Kanter vor die TV-Kameras. „Die letzten Tage haben wir alle so viel investiert, um hier anzukommen. Man kommt in die Position, um hier um den Sieg mitzusprinten und dann fehlt nicht viel“, erklärte der Radsportler noch mit Tränen in den Augen in der ARD.

Seine erste Tour hatte Kanter unbedingt mit einem Etappensieg krönen wollen. Den holte sich jedoch Mathieu van der Poel. „Generell bin ich schon zufrieden“, bilanzierte Kanter, aber „am Ende will man hier einen Etappensieg holen und es hat nicht ganz dafür gereicht.“

Obwohl man „viele positive Schlüsse aus der Tour ziehen“ könne, bleibt – zumindest kurz nach dem Rennen, der verpasste Triumph. „Am Ende werden wir Sprinter an Siegen gemessen und da hatte ich keinen hier bei der Tour de France“, haderte der 28-Jährige bei Eurosport.

Tour de France: Kanter verpasst Podest knapp

Der Cottbuser überraschte aus deutscher Sicht bei der Frankreich-Rundfahrt. Obwohl er sich auf den Champs-Élysées nur mit dem vierten Tagesrang zufriedengeben musste, hinterließ er unter den deutschen Sprintern den besten Eindruck.

Zur Krönung fehlten in Paris nur wenige Radlängen. Hinter Tagessieger van der Poel rangierten Jasper Philipsen (2.) und der Gewinner des Grünen Trikots, Mads Pedersen (3.).

Zum Abschluss lobte Kanter sein Team, das „einen grandiosen Job gemacht hat auf der letzten Runde. Wir können zufrieden sein, aber nicht hundertprozentig happy.“

Das soll sich bei der nächsten Tour ändern: „Ich werde weiter an mir arbeiten und ich hoffe, dass ich in Zukunft stärker zurückkommen kann.“ Dann klappt es sicher auch mit dem ersten Tour-Sieg.