Einen Tag nach dem schweren Sturz von Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat der spanische Radprofi Enric Mas (Movistar) den ersten Härtetest der Spanien-Rundfahrt gewonnen und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausgebaut.
Vuelta: Mas holt Etappensieg und baut Vorsprung aus
Mas siegt nach Pogacar-Aus
Mas siegte bei der schweren Bergankunft am Alto de Aitana im Zielsprint vor dem Briten Oscar Onley (Netcompany Ineos) und Primoz Roglic vom deutschen Team Red Bull Bora-hansgrohe (+12 Sekunden).
„Das Rote Trikot hat mir Flügel verliehen, aber auch das Team hat einen überragenden Beitrag geleistet. Ich habe mich gut gefühlt und bin sehr glücklich über den Etappensieg“, sagte Mas nach dem Rennen.
Vuelta: Im Zielsprint kann keiner mithalten
Der 31-Jährige setzte sich rund drei Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe ab und bereitete damit seinen zweiten Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt nach 2018 selbst vor. Nur Onley konnte folgen, kam im Zielsprint aber nicht mehr an dem Gesamtführenden vorbei.
In der Gesamtwertung baute Mas seinen Vorsprung vor dem ersten Ruhetag auf Roglic auf 1:18 Minuten aus und darf weiter von seinem ersten Gesamtsieg bei einer Grand Tour träumen. 2018, 2021 und 2022 hatte er die Vuelta jeweils auf dem zweiten Platz beendet. Gesamtdritter ist der Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA CGM/+ 1:39 Minuten).
Topfavorit Pogacar war am Samstag auf dem achten Teilstück der Rundfahrt schwer gestürzt und hatte sich dabei unter anderem das Schlüsselbein gebrochen. Der fünfmalige Tour-de-France-Gewinner lag auf der Jagd nach seinem ersten Triumph bei der Vuelta mit einem Vorsprung von 3:50 Minuten vor Mas komfortabel in Führung.
Die zehnte Etappe am Dienstag führt die Fahrer über 184,7 km von Alcaraz nach Elche de la Sierra. Das Profil ist hügelig und Ausreißer dürfen sich Hoffnungen auf einen Etappensieg machen.