Fans zahlen für homophoben Star

Fans zahlen für homophoben Star

Der australische Rugby-Star Israel Folau fliegt wegen homophober Äußerungen aus dem Nationalteam. Den juristischen Kampf lässt er sich nun von seinen Fans bezahlen.
Israel Folau hat mit homophoben Äußerungen für Aufsehen gesorgt
Israel Folau hat mit homophoben Äußerungen für Aufsehen gesorgt
© Getty Images
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
am 21. Juni

Australiens gefallener Rugby-Superstar Israel Folau lässt sich nach seinem Rauswurf wegen homophober Tiraden den rechtlichen Kampf gegen den Verband von seinen Fans bezahlen.

Der 30-Jährige will auf einer Plattform für private Spendenkampagnen (gofundme.com) umgerechnet 1,84 Millionen Euro sammeln. In den ersten beiden Tagen kamen bis zum Freitagvormittag mehr als 210.000 Euro zusammen.

"Ich weiß, dass ich meinen Ruf aufs Spiel setze", schrieb Folau. "Aber ich werde jetzt nicht aufhören." Sein Rauswurf aus der Nationalmannschaft durch Rugby Australia (RA) sei "unrechtmäßig", daher klage er auf millionenschweren Schadenersatz. 

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Der streng religiöse Spieler hatte auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem unter anderem Homosexuellen, Alkoholikern, Dieben und Atheisten gedroht wird: "Die Hölle erwartet euch. Tut Buße! Nur Jesus kann euch retten." Schon im vergangenen Jahr war Folau durch eine homophobe Äußerung aufgefallen. 

Folau, der Millionengehälter beim Verband verdiente, hatte nach dem Vorfall keine Reue gezeigt. Für den internen Kampf gegen Rugby Australia habe er bereits gut 60.000 Euro bezahlt, schrieb er. Nun kämen erheblich größere Ausgaben auf ihn zu. 

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