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Tennis-Legende berichtet von Schock-Erlebnis in Russland - Post mittlerweile gelöscht

Tennis-Legende berichtet von Raub

Der ehemalige Tennis-Star Andy Roddick berichtet nach dem Tod von Kreml-Kritiker Alexei Nawalny von einem beängstigenden Erlebnis in Russland 2006. Später wird der Tweet gelöscht.
Andy Roddick beendet 2012 seine Karriere
Andy Roddick beendet 2012 seine Karriere
© IMAGO/Newscom World
Der ehemalige Tennis-Star Andy Roddick berichtet nach dem Tod von Kreml-Kritiker Alexei Nawalny von einem beängstigenden Erlebnis in Russland 2006. Später wird der Tweet gelöscht.

Er stand dreimal im Wimbledon-Finale, gewann 2003 die US Open, war 13 Wochen lang Nummer 1 der Welt: Andy Roddick zählte zu den besten Tennis-Spielern seiner Ära.

Nun hat der frühere Weltklasse-Athlet auf andere Weise Aufmerksamkeit erregt: mit einem dramatischen Bericht eines Erlebnisses, das ihm am Rande eines wichtigen Matches widerfuhr.

Andy Roddick: „Wurde von Polizisten ausgeraubt“

„Ich wurde 2006 von einem Polizisten auf einer Straße in Russland ausgeraubt, als wir dort für den Davis Cup waren“, schrieb der US-Amerikaner In einem inzwischen gelöschten Tweet auf der Social-Media-Plattform X: „Es ist eine wahre Geschichte. Er kam rüber und fragte, wie viel Bargeld ich hätte. Ich sagte 300 Dollar. Dann befahl er mir, das Geld zu geben oder ins Gefängnis zu gehen. Ich bezahlte und er zog weiter. Keine Emotion, einfach eine Transaktion.“

Der heute 41 Jahre alte Roddick war damals Teil des US-Teams, das nach Moskau reiste, um ein Halbfinale der Davis-Cup-Weltgruppe gegen den Gastgeber zu spielen. Roddick und seine Kollegen James Blake sowie Bob und Mike Bryan verloren mit 2:3 und verpassten das Finale.

Appell im Kontext des Todes von Kreml-Kritiker Nawalny

Roddick enthüllte das damalige Erlebnis am Tag des Todes des russischen Oppositionellen Alexei Nawalny in einem sibirischen Haftlager. Roddick, der sich immer wieder zu politischen Themen äußert und ein lauter Kritiker von Wladimir Putin und auch Ex-US-Präsident Donald Trump ist, verband seine Geschichte mit einem Appell: „Lasst uns nicht an den Punkt kommen, an dem verrückte Sch***e als normal angesehen wird. Das ist es nicht.“

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Später antwortete Roddick auch noch einem anderen Nutzer, der ihn fragte, ob er seinerzeit überlegt hatte, an die Öffentlichkeit zu gehen: „Nein. Ich wollte meinen Job machen und sicher da rauskommen. Damals wollte ich keine große Sache draus machen - mittlerweile verstehe ich besser, was dahinter steckt.“

Inzwischen sind Roddicks Posts von der Plattform verschwunden, diverse andere kritische Äußerungen zum Thema Nawalny und dem Umgang mit Russland sind allerdings weiter online.