Spaniens Davis-Cup-Kapitän David Ferrer hätte sich einen besseren Abschied für Tennis-Ikone Rafael Nadal gewünscht. So vermisste er bei der Abschiedszeremonie nach dem spanischen Viertelfinal-Aus im Davis Cup die eine oder andere Person.
Nadal-Abschied: „Bisschen traurig“

„Der Abschied von einem so wichtigen Spieler wie Rafa fühlte sich glanzlos an. Es fehlten vielleicht sehr wichtige Figuren in seiner Tenniskarriere und Menschen, die sowohl als Gegner als auch im Team entscheidend waren - und sie wurden kaum erwähnt“, sagte Ferrer bei El Partidazo de Cope.

Auch die Atmosphäre war während der Matches der Spanier gegen die Niederlage nicht ganz so emotional wie erwartet, worüber sich der Ex-Profi jedoch nicht wundert: „Mit dem Davis-Cup-Format hat sich alles geändert. Es ist Dienstag, die Leute kommen von der Arbeit.“
Der Abschied sei „mit den besten Absichten“ erfolgt, „aber nach einer Niederlage und in Eile - es war daher ein bisschen traurig“, lautete das Fazit des Ex-Trainers von Alexander Zverev.
Kritik an Nadal-Abschied: „Habe Federer und Djokovic vermisst“
Vor allem Nadals große Tennis-Rivalen hätten gefehlt. „Ich habe (Roger) Federer, (Novak) Djokovic und (Pau) Gasol vermisst, der ein enger Freund von ihm ist.“
Während Federer zumindest einen emotionalen Brief an Nadal verfasst hatte, verwunderte die Abwesenheit des Serben doch ein wenig. Schließlich hatte Djokovic nach Nadals Rücktritts-Ankündigung noch geschrieben, er werde auf alle Fälle da sein. Doch der Marca zufolge plante er, erst am Wochenende anzureisen.