Novak Djokovic hat sich für eine radikale Veränderung der Regeln auf dem Tennis-Circuit ausgesprochen.
Djokovic fordert Tennis-Revolution
Wird Tennis bald anders gezählt?
In einem Interview mit Content-Creator Nick Knows Ball offenbarte die Nr. 5 der Weltrangliste, dass er sich eine Änderung des Punktesystems wünsche: Vier Spiele sollen zum Satzgewinn reichen, bisher waren es sechs. Auch die Zählweise will „Nole“ verändern.
Eventuell „sollte das Vorteilssystem auch abgeschafft“ werden, meinte der Serbe.
Der Hintergrund: Djokovic hält im eng getakteten Kalender die dauerhafte körperliche Belastung für zu hoch und argumentierte: „Die Spiele auf eine Dauer von zwei Stunden zu beschränken, wäre für alle besser.“
ATP: Djokovic schlägt neues Konzept vor
Djokovic, der in seiner Karriere selbst schon über 140 Spiele bestritten hat, die eine Länge von drei Stunden überschritten, sprach sich klar für ein kürzeres Format aus.
Im Oktober 2014 hatte bereits die australische Tennis Association das Konzept des „Fast4 Tennis“ ins Leben gerufen. Das Konzept ähnelt dem des Serben: Vier Spiele reichen zum Satzgewinn.
Auf der Tour haben das jedoch weder die ATP noch die WTA flächendeckend implementiert. Lediglich bei den ATP-NextGen-Finals, wo am Ende einer jeden Saison die acht besten Jugendlichen des vergangenen Jahres gegeneinander antreten, wird dieses Format genutzt. In Großbritannien werden ebenfalls Jugendturniere in diesem Format ausgespielt.
Djokovic betonte dabei den enormen Aufwand, den man als Spieler aufbringen müsse, um mehrere aufeinanderfolgende mehrstündige Spiele bestreiten zu können.
Vor allem bei Grand Slams sähe man immer wieder Verletzungen bei Spielern, die jeden Tag mindestens drei Stunden auf dem Platz stehen.