ATP>

Tennis: Struff sensationell im Finale von Madrid

Finale! Struff-Hammer in Madrid

Der Traumlauf von Jan-Lennard Struff geht weiter. Der Warsteiner erreicht beim ATP-Masters in Madrid völlig überraschend das Finale.
Struff steht überraschend im Finale von Madrid
Struff steht überraschend im Finale von Madrid
© AFP/SID/THOMAS COEX
Der Traumlauf von Jan-Lennard Struff geht weiter. Der Warsteiner erreicht beim ATP-Masters in Madrid völlig überraschend das Finale.

Jan-Lennard Struff hat beim ATP-Masters in Madrid völlig überraschend das Finale erreicht.

Der Warsteiner erkämpfte sich in seinem ersten Halbfinale auf Masters-Ebene mit 4:6, 6:3, 6:4 gegen den Russen Aslan Karazew zurück und trifft nun im Endspiel auf den spanischen Weltranglistenzweiten Carlos Alcaraz. Der Titelverteidiger hatte sich zuvor 6:4, 6:3 gegen Borna Coric durchgesetzt.

„Ich bin einfach nur glücklich. Gegen Carlos wird es jetzt natürlich sehr schwer. aber ich werde es versuchen. Ich werde mein Bestes geben, um meinen ersten Titel zu holen“, sagte Struff bei Sky.

2021 hatte er den Spanier in Paris auf Asche geschlagen. „Ja, aber das ist zwei Jahre her. Jetzt wird es ein anderes Spiel. Das hier ist Madrid, das ist Spanien“, meinte Struff.

Struff überrascht als Lucky Loser

In der Qualifikation hatte der Deutsche gegen Karatsev noch deutlich in zwei Sätzen verloren. Nur als sogenannter Lucky Loser war Struff noch ins Hauptfeld gerückt und startete eine Siegesserie.

Am Donnerstag hatte er im Viertelfinale bereits den Griechen Stefanos Tsitsipas sensationell ausgeschaltet. Jetzt ist Struff der erste Lucky Loser, der bei einem Masters-1000-Turnier das Finale erreichen konnte.

„Ich kann es nicht fassen, das ist ein absolutes Highlight. Jetzt ist Genießen angesagt. Das war heute eine Monster-Energieleistung“, erklärte Struffs Trainer Marvin Netuschil.

Gegen Karazew startete Struff stark in die Partie und trotzte dem Russen ein frühes Break ab, danach verlor er jedoch völlig den Faden - und in der Folge auch den Satz.

Struff nutzt fünften Matchball

Davon ließ sich der 33-Jährige jedoch nicht beeindrucken. Auch im zweiten Durchgang gelang Struff das frühe Break, das er dieses Mal jedoch furios verteidigte. Vor allem der erste Aufschlag saß beim Deutschen nun sicher und sorgte so für ein druckvolles Spiel, aus dem der souveräne Satzgewinn resultierte.

Auch im dritten Satz brachte ein frühes Break die Entscheidung, daran änderte auch eine Verletzungsunterbrechung des Russen nichts mehr. Nach 2:17 Stunden verwandelte Struff den fünften Matchball zum Sieg und dem Einzug ins erste Masters-Finale seiner Karriere.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)